Homophober Übergriff bei CSD Berlin

In Berlin gab es am Rande des am Samstag stattfindenden CSD einen homophoben Übergriff. Ein 28-Jähriger soll gegen 21.00 Uhr auf der Straße des 17. Juni eine Teilnehmergruppe beleidigt haben. Dabei schlug er einem 25-jährigen ohne Vorwarnung mit der flachen Hand ins Gesicht und spuckte einen 19-Jährigen ins Gesicht. Weiters beschimpfte er die Gruppe. Unter anderem soll er „Was willst du Schwuchtel? Willst du auf die Fresse?“ gerufen haben.

Wenig später konnte die Berliner Polizei den Tatverdächtigen in der Nähe der CSD-Hauptbühne am Brandenburger Tor festnehmen. Er leistete bei seiner Festnahme Widerstand und soll unter Drogen gestanden haben. Die Ermittlungen gegen de 28-Jährigen dauern noch an.

Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin stand dieses Jahr unter dem Motto „Wir sind alle anders. Wir sind alle gleich“. Nach Angaben der Polizei gab es bei den etwa 50 Wagen und Fußgruppen gut 200.000 Teilnehmer und etwa 500.000 Schaulustige am Rand des Umzugs.

Zentrale politische Forderungen des CSD Berlin waren dieses Jahr die Öffnung der Ehe für alle und sichere Unterkünfte für schwule, lesbische, bisexuelle und transgender Flüchtlinge.

Parallel fand auch dieses Jahr wieder in Kreuzberg eine alternativer CSD statt. Unter dem Motto „Keine pinke Camouflage – Queer bleibt radikal. Unanständig, unintegriert, unbequem gegen Krieg, Rassismus, Ausbeutung“ nahmen rund 2.000 Teilnehmer an der Veranstaltung teil.