Gabalier will weniger Schwule sehen – ‚aus Respekt für unsere Kinder‘

Andreas Gabalier will kein Schwulenfeind sein. Dass er dieses Image zu Unrecht hat, versucht er nun in einem Interview mit dem Münchner „Merkur“ zu erklären. Doch so ganz will es dem 30-jährigen Grazer nicht gelingen.

So betont Gabalier, kein Problem mit Homosexuellen haben: „Ich kenne sogar drei schwule Pärchen, zwei beim Fernsehen, eins privat“, so der Sänger. Doch sollten Lesben und Schwule „diese Sexualität nicht ganz so breit in der Öffentlichkeit austreten“, wenn es nach Andreas Gabalier geht. „Aus Respekt unseren kleinen Kindern gegenüber. Die sollten sich doch ihr eigenes Bild von Sexualität machen, wenn sie alt genug sind. Und nicht unbedingt auf dem Weg in den Kindergarten die Pudelnackerten auf den großen Plakatwänden sehen“, so der „Volks-Rock’n’Roller“.

Ähnliche Aussagen hat der Sänger schon in der Vergangenheit gemacht. Bei der Verleihung des „Amadeus Austrian Music Awards“ sagte er, man habe es „nicht leicht auf dieser Welt, wenn man als Manderl noch auf ein Weiberl steht“. Anfang Juni erklärte der 30-Jährige in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“: „Man muss doch nicht jeden Tag schmusende Männlein in der Zeitung oder auf Plakaten drucken.“ Dafür nahm Andreas Gabalier das letztjährige Life-Ball-Plakat als Beispiel. Es zeigte das transsexuelle Model Carmen Carrera nackt. „Auf der anderen Seite zeigen wir in Wien Plakate von pudelnackten Transgender-Menschen mit Brüsten und Zippel. Das ist dann das Normale?“, so der Grazer in der „Welt“.

Dass er für solche Aussagen heftig kritisiert wird, ist für Gabalier kein Problem – er stehe zu seiner Meinung. „Zum Teil wird das aber in einer doch angeblich so sehr toleranten Welt aufs Wildeste verteufelt. Die Toleranz reicht nur so weit, bis irgendjemand anderer Meinung ist“, erklärt er gegenüber dem „Merkur“.