Mosambik legalisiert Homosexualität auf offziell

Mosambik hat Homosexualität nun offiziell legalisiert. Im Gegensatz zu Portugal, dessen ehemalige Kolonie der südostafrikanische Staat war, wurde das Gesetz in den letzten vierzig Jahren aber nie genutzt.

Bis Montag waren „Praktiken gegen die Natur“ in Mosambik – wie auch in vielen anderen Staaten Afrikas – verboten. Die Strafe dafür: Bis zu drei Jahren Landarbeit. Das entsprechende Gesetz stammt noch aus der portugiesischen Kolonialzeit.

Doch es gab schon in der Vergangenheit einen Unterschied zum ehemaligen Mutterland: Während in Portugal Lesben und Schwule bis zur Aufhebung des Paragraphen im Jahr 1982 bestraft wurden, wurde er in Mosambik seit der Unabhängigkeit 1975 nicht ein einziges Mal angewandt.

Die Aufhebung war also nur eine Formalität – aber eine wichtige. Lesben- und Schwulenaktivisten hatten gefordert, diese Passage im Zuge einer Strafrechtsreform zu streichen. Für das Image des Landes ist diese neue Lage auf jeden Fall besser: Denn Menschenrechtsorganisationen gingen aufgrund des Gesetzes oft davon aus, dass Lesben und Schwule in Mosambik verfolgt werden.

Doch optimal ist die Lage sexueller Minderheiten in dem afrikanischen Land trotzdem nicht: Die einzige LGBT-Organisation, Lambda, wartet weiter auf ihre Anerkennung vom Staat. Sie kämpft um mehr Aufmerksamkeit der offizielle Stellen. „Das Schweigen des Staates legitimiert Diskriminierung und verstärkt das Stigma, dem LGBT in ihren Gemeinden, Arbeitsplätzen oder Schulen ausgesetzt sind“, erklärt Lambda.