Berlin: Transsexuelle Frauen beschimpft und angegriffen

In Berlin hat es am Dienstag einen transphoben Angriff gegeben: Im Stadtteil Lankwitz im Südwesten der deutschen Hauptstadt hat ein heterosexuellen Paar zwei Transsexuelle beleidigt und angegriffen – für den männlichen Täter endete die Aktion hinter Gittern.

Es war gegen 17.20 Uhr in einem Lokal in der Kaiser-Wilhelm-Straße: Die 21 und 25 Jahre alten Transsexuellen wurden zunächst von der 38-jährigen Frau beschimpft: Sie hätten ihren Partner zu lange angesehen, beschwerte sie sich. Dann mischte sich auch dieser in den Streit ein. Der 33-Jährige beschimpfte die beiden Frauen, unter anderem auch als „Transen“, schließlich schüttet das Hetero-Paar den Angegriffenen brühend heißen Kaffee ins Gesicht.

Noch vor dem Eintreffen der Polizei konnten die Täter flüchten. Ein Zeuge gab den Beamten allerdings einen Hinweis auf die Identität der Beiden. Als die Beamten bei dem Mann eintrafen und seine Personalien überprüften, stellten sie fest, dass er wegen Diebstahls und einer noch offenen, mehrmonatigen Haftstrafe gesucht wurde.

Daraufhin klickten noch vor Ort die Handschellen für den 33-Jährigen. Er wurde festgenommen und der Justiz überstellt. Nun drohen ihm und seiner Begleiterin auch noch eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.

In der Pressemitteilung der Berliner Polizei wurden die beiden Opfer zunächst als Männer bezeichnet. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle, es habe sich um transsexuelle Frauen gehandelt, die amtlich aber noch als Männer gemeldet seien.