Weg zur Ehe-Öffnung in den USA wird verfilmt

Es ist ein historisches Urteil: Die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare durch den Obersten Gerichtshof der USA. Nun wird der Weg zu diesem Urteil verfilmt. Wie die „New York Times“ berichtet, hat sich das Filmstudio 20th Century Fox vom Hauptkläger Jim Obergefell und dessen Anwalt Al Gerhardstein die Filmrechte an diesem Prozess gesichert.

Obergefell, ein Immobilienmakler aus Ohio, hatte sich durch alle Instanzen des US-Rechtssystems gekämpft, um als Witwer seines im Alter von 48 Jahren verstorbenen Partners John Arthur anerkannt zu werden.

Die beiden hatten in einem US-Bundesstaat geheiratet, in dem dies möglich war. In Ohio, wo die beiden lebten, wurde diese Ehe allerdings nicht anerkannt. Das führte schließlich zur Entscheidung des Supreme Court vom 26. Juni, dass die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren mit der US-Verfassung vereinbar ist und das in 13 von 50 Bundesstaaten geltende Verbot damit hinfällig.

Weiters plant Obergefell mit der Journalistin Debbie Cenziper ein Buch über diesen historischen Fall. Der Arbeitstitel lautet „21 Years to Midnight“, auch daran hält Fox mittlerweile die Rechte.

Gemeinsam mit der Fox-Tochterfirma „Fox 2000“ suchen Obergefell und Cenziper nun nach einem geeigneten Drehbuchautoren. In frühestens zwei Jahren soll der Film fertiggestellt sein. „Es ist eine Liebesgeschichte über jemanden, der sich so sehr für die Liebe einsetzt, dass er am Ende damit die ganze Welt verändert“, so Wyck Godfrey. der den Film gemeinsam mit Marty Bowen produziert.