IS ermordet erneut schwulen Mann – und Kinder sehen der Hinrichtung zu

Erneut hat die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) einen Mann ermordet, weil er homosexuell gewesen sein soll. Am Sonntag veröffentlichte die IS-Propaganda dementsprechende Bilder einer Hinrichtung in der nordirakischen Stadt Mossul.

Sie zeigen, wie der Mann von einem hohen Gebäude geworfen wurde. Bei früheren Gelegenheiten hat die IS bereits insgesamt fünf Männer von diesem Gebäude in den Tod geworfen. Im Gegensatz zu den bisherigen Morden wurden dem Mann zwar auch die Augen verbunden, Hände und Füße wurden aber nicht gefesselt.

Wie die Bilder der IS-Propaganda zeigen, sahen hunderte Menschen der Hinrichtung zu. Einige scheinen sogar ihre Kinder zu dem grauenhaften Spektakel mitgenommen zu haben.

In den Texten, die von der IS-Propaganda zur Hinrichtung veröffentlicht wurden, heißt es, der Mann sei wegen „Sodomie“ zum Tode verurteilt worden. Medienberichten zufolge sieht die Terrormiliz in ihrem von der Scharia inspiriertem „Strafrecht“ für Homosexualität die Todesstrafe vor.

Insgesamt hat der IS damit alleine heuer fast 25 Menschen publikumswirksam umgebracht, weil sie homosexuell gewesen sein sollen. Häufigste Hinrichtungsart ist dabei der Wurf von einem hohen Gebäude, in anderen Fällen wurden die Opfer gesteinigt oder geköpft. Insgesamt soll der IS alleine in den letzten Monaten mehrere tausend Todesurteile vollstreckt haben.