Polizei sucht neue Spuren im Fall Aeryn Gillern

Er war der erste „Mister Gay“ Österreichs – und ist kurz darauf verschwunden. Aeryn Gillern hat am 29. Oktober 2007 nur mit einem Handtuch bekleidet aus der Herrensauna „Kaiserbründl“ in der Wiener Innenstadt eilig verlassen. Seitdem gibt es keine Spur mehr von ihm. Nun rollt das Bundeskriminalamt (BK) den Fall neu auf.

Die „Cold Case“-Spezialisten des BK beleuchten das Verschwinden des US-Amerikaners, der bei der UNO gearbeitet hat, neu. Nachdem es Gerüchte gab, dass der damals 34-Jährige zum Donaukanal gelaufen sein soll, suchten im Mai Polizeitaucher den Grund nach der Leiche ab – doch ohne Erfolg.

Damit gibt es nun ein neues Kapitel im Fall Aeryn Gillern. Die Mutter des Verschwundenen, selbst eine ehemalige Polizistin, hat der Polizei bei den Ermittlungen vorgeworfen, nicht sorgfältig genug zu ermitteln. So gingen die Beamten schnell von Selbstmord aus, obwohl die Anzeichen dafür eher dürftig waren.

Ob sich Aeryn Gillern selbst getötet hat, umgebracht wurde oder vielleicht sogar noch lebt – das versuchen jetzt die Cold Case Spezialisten des BK endgültig zu klären. Sie bitten um Hinweise unter der Telefonnummer 01/24836-985302.