[Video] Rechte Homo-Parade in Schweden gefloppt: 20 Teilnehmer vorm Lidl

So ganz scheint in Stockholm der Versuch einiger Rechtspopulisten, mit einer eigenen Lesben- und Schwulenparade durch überwiegend muslimische Viertel zu provozieren, nicht gelungen zu sein. Medien berichten, dass an der „Pride Järva“ von Jan Sjunnesson, einem Aktivisten der Schwedendemokraten und Autor der fremdenfeindlichen Website „Avpixlat“ nur etwa 20 Menschen teilgenommen haben.

Die Veranstaltung war von Lesben- und Schwulenorganisationen und der offiziellen Stockholm Pride stark kritisiert worden. Die „Pride Järva“ würde Minderheiten gegeneinander ausspielen – das würde dem Gedanken einer „Pride“ fundamental widersprechen. Auch sind die rechtspopulistischen Schwedendemokraten sonst auch nicht für die Rechte sexueller Minderheiten zu begeistern: So sind sie gegen eine Öffnung der Ehe und der Adoption.

Die „Pride Järva“ selbst verlief ohne Komplikationen – und Höhepunkte. Ein verirrtes Grüppchen Menschen kreiste mit Regenbogenfahnen und unter entsprechender Partymusik vom Band rund um einen Platz, dessen Zentrum wohl der lokale Lidl-Diskontmarkt ist.

Danach gab allerdings eine mutmaßliche Teilnehmerin an, von zwei Personen geschlagen worden zu sein. Die Stockholmer Polizei kann aber einen Zusammenhang mit der Homo-Parade der Rechtspopulisten nicht bestätigen: Das angebliche Angriff sei mehr als eine Stunde nach dem Ende der Veranstaltung passiert, erklärt Polizeisprecherin Eva Nilsson.