Home News Chronik Genua: Mann nach homophobem Angriff in Lebensgefahr

Genua: Mann nach homophobem Angriff in Lebensgefahr

In der norditalienischen Stadt Genua haben mehrere Personen einen heterosexuellen Mann und seinen Kumpel verprügelt, weil sie die beiden für ein schwules Paar gehalten haben. Einer der beiden Männer ist nach der Attacke in Lebensgefahr.

Die Tat ereignete sich bereits im letzten Monat: Zwei Frauen und vier Männer schlagen wie von Sinnen in einem Linienbus auf die beiden Männer ein – mit ihren Händen, ihren Füßen und sogar einer Eisenkette. Grund für den Angriff: Eine der Frauen hielt die Männer für schwul und beschuldigte ihn, ihren Freund angestarrt zu haben. Nach einigen homophoben Beschimpfungen wurde die Gruppe handgreiflich. Die Täter konnten unerkannt flüchten.

Die Opfer konnten zunächst flüchten und fuhren mit einem Taxi nach Hause. Doch im Lauf der nächsten Tage verschlechterte sich der Zustand eines der beiden Männer rapide: Als der 40-Jährige eine Woche nach der Attacke ins Krankenhaus ging, stellten die Ärzte eine Gehirnblutung fest. Diese war eine Folge der Schläge auf den Kopf. Die Ärzte versetzten den Mann sofort in ein künstliches Koma und führten eine Notoperation durch. Aus dem Koma ist der Mann mittlerweile erwacht – doch er ist nach wie vor nicht außer Lebensgefahr. Der Zeitung „La Stampa“ zufolge kann er derzeit weder sprechen noch Nahrung zu sich nehmen.

Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen gegen die beiden Frauen und vier Männer wegen versuchten Mordes aufgenommen und sucht die Angreifer. Weiters wurde der Busfahrer wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt: Der Mann hatte den brutalen Angriff zwar beobachtet, aber weder eingegriffen noch die Polizei gerufen.

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