Wien-Wahl: FPÖ-Strache kündigt Ende der Ampelpärchen an

FPÖ-Obmann Heinz-Christan Strache würde als Wiener Bürgermeister die schwulen, lesbischen und heterosexuellen Ampelpärchen wieder abschaffen. Das sagte der Politiker gestern in den ORF-„Sommergesprächen“.

„Wenn ich ein gleichgeschlechtliches Ampelpärchen sehe, würde ich es als Bürgermeister abschaffen“, zitiert der „Standard“ Strache. Die Ampelpärchen waren eine Idee aus dem Büro der Grünen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: Anlässlich von Life Ball, Song Contest und Regenbogenparade wollte sie so ein Zeichen setzen. Mittlerweile haben zahlreiche österreichische und deutsche Städte diese Ampelpärchen als Zeichen der Toleranz übernommen.

Gleich nach der Vorstellung der Ampelpärchen hat die FPÖ angekündigt, gegen Vassilakou Anzeige wegen Amtsmissbrauchs zu erstatten. „Diese Aktion der Verkehrsstadträtin ist grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur“, wetterte der damalige FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik. Weiters würden die Ampelfiguren „gegen die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung“, war sich der Politiker sicher – trotz gegenteiliger Erklärungen der zuständigen MA 33 und des ÖAMTC.

In aktuellen Umfragen zur Gemeinderatswahl am 11. Oktober ist die FPÖ von Heinz-Christian Strache bereits nah an die regierende SPÖ herangerückt. Was das für die Community bedeuten könnte, machen Äußerungen und Handlungen der letzten Jahre deutlich: So fordert die FPÖ immer wieder, dass Demonstrationen auf der Ringstraße nicht so oft genehmigt werden sollen – das könnte auch die Regenbogenparade treffen. Mit deren Gegenveranstaltung haben die Freiheitlichen weniger Probleme: Die FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek gehörte dieses Jahr zu den Unterstützern des „Marsch für die Familie“, der sich unter anderem gegen die angebliche „geplante Frühsexualisierung von Kindern“ richtete.