Das größte Bezirk Tokios erlaubt die Eintragung schwuler und lesbischer Partnerschaften

Ab November können schwule und lesbische Paare im größten Bezirk von Tokio ihre Partnerschaft eintragen lassen. Das gab die Bezirksverwaltung von Setagaya bekannt. Dafür müssen Paare eine eidesstattliche Erklärung zu ihren Absichten abgeben. Mit rund 874.000 Einwohnern ist Setagaya der größte der 23 Bezirke Tokios.

Rechtlich bindend sind diese Zertifikate aber nicht, da die japanische Verfassung die Ehe als Bündnis zwischen Menschen „beider Geschlechter“ definiert. Sie sollen allerdings Spitäler und Vermieter ermutigen, homosexuellen Paaren die gleiche Behandlung wie verheirateten Paaren zukommen zu lassen.

Bereits im März hatte der benachbarte Bezirk Shibuya entschieden, ab Oktober homosexuelle Partnerschaften zu registrieren. Es war im konservativen Japan das erste Gebiet, das diese Möglichkeit öffnete. Zwar ist das Land Homosexuellen gegenüber zwar meistens tolerant, besonderen rechtlichen Schutz gibt es für Lesben und Schwule aber nicht. Sie klagen immer wieder, dass sie keine Mietverträge bekommen oder zu ihren Partnern nicht ans Krankenbett gelassen werden.