Obama ernennt erste transsexuelle Mitarbeiterin

Das Weiße Haus bekommt zum ersten Mal eine Transgender-Mitarbeiterin: US-Präsident Barack Obama hat die Aktivistin Raffi Freedman-Gurspan zur Direktorin des Personalbüros ernannt. Das gab Valerie Jarrett, Beraterin des Präsidenten, gestern in einer Pressemitteilung bekannt.

Freedman-Gurspan werde sich in ihrem neuen Job um die Einstellung von Mitarbeitern kümmern. Sie zeige „eine Führungsqualität, die von dieser Regierung geschätzt wird“, so Jarrett weiter: „Ihr Einsatz, um das Leben von transsexuellen Amerikanern zu verbessern – insbesondere farbige und arme Trans-Personen – spiegeln die Werte dieser Regierung wider.“

Erst im Juli hatte Obama die Diskriminierung von schwulen, lesbischen oder transsexuellen Bundesbediensteten per Erlass verboten. Ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz wird von den Republikanern im Kongress blockiert.

Mit der Einstellung von Freedman-Gurspan setzt der US-Präsident ein deutliches Zeichen: Sie hat sich in den letzten Jahren im „National Center for Transgender Equality“ engagiert und dabei die Lebensumstände von Transgendern in den USA thematisiert.

Das Kabinett von Barack Obama hat in den letzten Jahren immer wieder Transsexuelle in wichtige Positionen gebracht. Raffi Freedman-Gurspan ist aber die erste Transgender-Person, die es ins Zentrum der Macht geschafft hat.

Dementsprechend loben auch LGBT-Organisationen die Entscheidung. „Das ist ein Meilenstein für die Transgender-Community, aber wir finden es auch toll, dass Raffi Freedman-Gurspan jetzt für das amerikanische Volk arbeiten wird“, erklärt Aisha Moodie-Mills, Vorsitzende des „Gay and Lesbian Victory Fund and Institute“.