Irischer Präsident unterschreibt Verfassungsänderung für Ehe-Öffnung

Die Ehe-Öffnung in Irland hat einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Am Samstag hat Michael Higgins, Präsident der irischen Republik, das entsprechende Verfassungsgesetz unterschrieben. Damit ist es nun gültig. Im Mai hatte sich die Bevölkerung bei der verpflichtenden Volksabstimmung mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen.

Damit können jetzt alle notwendigen Gesetze beschlossen werden. Das soll noch im September geschehen, und die ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließungen sollte es dann noch in diesem Jahr geben. Das hat zumindest der irische Justizminister Frances Fitzgerald nach der Volksabstimmung versprochen: „Ich bin mir sehr bewusst, dass viele Paare so schnell wie möglich heiraten wollen. Ich arbeite daran, dass das passiert.“

Durch das Ergebnis der Volksabstimmung wurde Irland zum ersten Land der Erde, in dem die Ehe-Öffnung durch ein Referendum durchgesetzt wurde. Dieses war notwendig, weil dafür die Verfassung der Republik Irland geändert werden musste. Auch England, Wales und Schottland haben die Ehe bereits geöffnet – nur in Nordirland ist auch in absehbarer Zeit keine Ehe-Öffnung in Sicht.