Zuschauer sollen Porno-Labels wegen Bareback-Filmen verklagen können

Ein neues Gesetz in Kalifornien soll es Porno-Konsumenten ermöglichen, die Produktionsfirma zu verklagen, wenn sie einen Bareback-Porno sehen. Die Initiative zu diesem Gesetz kommt – wie schon andere Einschränkungen der Porno-Branche – von Aids-Aktivist Michael Weinstein.

Dem Gesetzesentwurf, der in ganz Kalifornien gelten soll, zufolge, sollen Bareback-Pornos verboten werden. Allerdigs sieht er auch vor, dass künftig „Whistleblower und Privatpersonen das Gesetz durchsetzen können, wenn der Staat daran scheitert“.

Das heißt: Jeder Kalifornier kann eine Produktionsfirma verklagen, die Bareback-Pornos produziert – was besonders bei heterosexuellen Filmen Standard ist. Chanel Preson, Vorsitzende einer Vereinigung für Porno-Darsteller, ärgert sich: „Dieses Gesetz setzt die Darsteller der Gnade jedes einzelnen Bürgers aus, auch jener, die der Pornoindustrie schlecht gesonnen sind.“

Das Gesetz würde jeden betreffen, der vor einer Webcam oder bei einer privaten Aufnahme Sex ohne Kondom hat – was auch einem Missbrauch durch eifersüchtige Ex-Freunde oder zurückgewiesene Lover wahrscheinlich macht.

Es ist nicht das erste Mal dass Weinstein, Präsident der „AIDS Healthcare Foundation“ (AHF) gegen Bareback-Pornos aktiv wird: Im November 2012 hat er ein Gesetz durchgebracht, das die Produktion von Porno-Filmen ohne Kondom im Bezirk Los Angeles verbietet. Das Gebiet galt bis dahin als Hochburg der US-Pornobranche. Die Anträge auf Genehmigung eines Porno-Drehs gingen daraufhin im ersten Jahr um 90 Prozent zurück.