London: 30 Prozent mehr homophobe Angriffe

Die Zahl der lesben- und schwulenfeindlichen Angriffen in London ist im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Statistik, die nun von der Metropolitan Police veröffentlicht wurde.

Demnach gab es von August 2014 bis Juli 2015 insgesamt 1.667 homophobe Angriffe. In den zwölf Monaten zuvor waren es lediglich 1.289 gemeldete Fälle. Das entspricht einem Anstieg von 29.3 Prozent in nur einem Jahr.

Dieser Anstieg liegt auch daran, dass mehr Verbrechen gegen Schwule, Lesben und Bisexuelle gemeldet und richtig kategorisiert werden. Ein homophober Zwischenfall ist für die Metropolitan Police „jeder Angriff, der vom Opfer oder jeder anderen Person als homophob wahrgenommen wird, und der das Ziel hat, eine Auswirkung auf jene zu haben, die als lesbisch schwul oder bisexuell bekannt oder wahrgenommen werden“.

Trotzdem geben diese Zahlen Grund zur Sorge. Denn auch bei anderen Formen von Gewalt gegen Bevölkerungsgruppen gab es eine Steigerung. So zählte die Londoner Polizei auch mehr rassistische, antisemitische und islamfeindlicher Angriffe. Allerdings ist die Zahl der homophoben Zwischenfälle in London doppelt so hoch wie jene der islamfeindlichen und dreimal so hoch wie jene der antisemitischen Angriffe.