[Video] Putin: ‚LGBT werden in Russland nicht diskriminiert‘

Lesben und Schwule werden in Russland nicht diskriminiert. Diese Auffassung hat Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit dem US-Sender CBS deutlich vertreten – und im Gegenzug die USA wegen ihrer homophoben Gesetze angegriffen.

In dem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, sagte Putin: „Das Problem mit sexuellen Minderheiten in Russland wurde von außen absichtlich aufgebauscht – aus politischen Gründen, wie ich glaube, ohne jede Grundlage.“

Dafür teilte er in Richtung der USA aus: „Es ist wohl bekannt, dass homosexuelle Orientierung in vier US-Bundesstaaten ein Verbrechen sind. Das wurde nicht komplett aus den amerikanischen Gesetzen entfernt. (…) Das verurteile ich.“ Dass die entsprechenden Gesetze bereits 2003 vom Obersten Gerichtshof der USA aufgehoben wurde, verschweigt Putin in diesem Zusammenhang.

Der russische Präsident behauptete in diesem Interview auch, dass er nicht glaube, dass irgendeine Minderheit in Russland verfolgt werde – auch nicht Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Russland erlaube „Menschen mit einer nicht-traditionellen sexuellen Orientierung“, „in Frieden zu leben“, so Putin weiter: „Ich glaube, es sollte keine Strafverfolgung oder irgendeine andere Verfolgung oder Verletzung von Bürgerrechten auf Basis ihrer Rasse, ethnischen Zugehörigkeit, religiösen oder sexuellen Orientierung geben.“

Weiters betonte Wladimir Putin den Stellenwert von Lesben und Schwulen in Russland. Menschen mit „nicht-traditionellen sexuellen Orientierungen“ hätten auch Aufstiegschancen und „bekommen staatliche Auszeichnungen für das, was sich in der Wissenschaft, der Kunst oder anderen Bereichen erreicht haben“, so der russische Präsident: „Ich habe sie persönlich mit Medaillen ausgezeichnet.“