USA: College-Basketball-Trainer outet sich als schwul

In den USA hat sich erstmals ein Basketball-Trainer als schwul geortet. Chris Burns ist Co-Trainer bei den Bryant University Bulldogs, einer der besten Universitätsmannschaften in den Vereinigten Staaten. Das Team spielt in der Division I, der höchsten Spielklasse für College Basketball.

Von 2003 bis 2007 hat Burns in der Mannschaft gespielt, seit drei Jahren ist er Co-Trainer für das Team. In einem Artikel, der im Blog „Outsports“ erschienen ist, erzählt er die Gründe, warum er mit seiner Homosexualität in die Öffentlichkeit gegangen ist.

Die Entscheidung dafür traf er beim Nike LGBT Sports Summit im Jahr 2014. Dabei wurde ihm klar, „wie wichtig es wäre, meine Geschichte erzählen zu können“: „Es gibt kein besseres Gefühl als Teil von etwas zu sein, das größer ist als man selbst. Das hat den Sport für mich immer so besonders gemacht.“

Wie auch schon andere Sportler und Trainer vor ihm, war sein Coming Out im Sport ein langsamer, schrittweiser Prozess – den Chris Burns nicht bereut: „Seit ich vor ein paar Monaten angefangen habe, es den Leuten im College Basketball zu erzählen, habe ich verstanden, dass meine Ängste viel schlimmer als die Realität waren. Ich habe verstanden, dass man für die meisten zuerst ein Mensch ist. Für einen Typen, der relativ zynisch ist und negativ sein kann, haben mich die Reaktionen der Menschen in meinem Sport und meinem Leben zum Schweigen gebracht und meiner Hoffnung in das menschliche Miteinander wieder neue Kraft gegeben.“

Zu den Menschen, die Chris Burns nun unterstützen, gehören Bill Smith, Sportdirektor bei den Bryant University Bulldogs. „Wir unterstützten Chris vollständig bei dem, was er tut, und sind stolz, dass die Bryant-Universität ein Ort ist, an dem er sich sicher fühlt, seine Geschichte zu erzählen“, heißt es in einer Stellungnahme. Man habe Stereotypen überwunden, und Burns werde „immer ein geschätztes Mitglied der Bryant-Bulldog-Familie sein.“

Das sieht auch Curtis Oakley, einer der Spieler so. Der Angreifer der Kampfmannschaft war „anfangs geschockt“, als er hörte, dass sein Co-Trainer schwul sei. Doch das war schnell vorbei, erzählt er „USA Today“: „Jeder war so, ‚Yo, Burns, wir gehen da mit.‘ Da war nur Liebe“, so Oakley.

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