Samstag, 20. April 2024
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Eltern in Regenbogenfamilien kümmern sich mehr um ihre Kinder

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Kinder in Regenbogenfamilien wachsen in der Regel behüteter auf als in heterosexuellen Familien. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität von Texas.

Für die Studie des „Population Research Center“ der University of Texas in Austin wertete die Soziologie-Doktorandin Kate Prickett Daten von mehr als 40.000 Paaren aus, darunter 55 gleichgeschlechtliche Paare.

Wie Prickelt herausfand, verbringen in Regenbogenfamilien die Eltern mit ihren Kindern mehr aktive Zeit. Dazu gehörte unter anderem Vorlesen, Spielen oder Hilfe bei Hausaufgaben, aber zum Beispiel nicht gemeinsames Fernsehen.

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Bei Familien mit zwei Müttern ist diese Zeit, die mit dem Kind verbracht wird, um 40 Prozent höher als bei heterosexuellen Familien. Das liege daran, dass Frauen generell mehr Zeit für Aktivitäten mit den Kindern verbringen würden, vermutet die Autorin. So würden in heterosexuellen Beziehungen die Mütter 100 Minuten mit den Kindern verbringen, die Väter nur halb so viel Zeit. Auch schwule Väter seien mit 100 Minuten doppelt so engagiert wie ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen. Hier war die Datenbasis mit 17 schwulen Vätern allerdings sehr gering, schränkt Prickett ein.

„Unsere Ergebnisse stützen die These, dass Eltern mindestens genauso viel Zeit investieren – oder vielleicht sogar noch mehr – wenn sie aus gleichgeschlechtlichen Paaren bestehen“, zieht die Soziologin eine für Regenbogenfamilien sehr erfreuliche Bilanz.

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