IS soll erneut Schwule getötet haben

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ soll erneut zwei Männer umgebracht haben, weil sie schwul gewesen sein sollen. Entsprechende Bilder wurden am Montag über die PR-Kanäle der Terroristen verbreitet. Eine unabhängige Bestätigung für den Vorfall gibt es nicht.

Die Fotos sollen in der irakischen Stadt Falludscha aufgenommen worden sein. Sie zeigen zwei gefesselte Männer, deren Augen verbunden sind. Vermummte Terroristen werfen sie vom Dach eines mehrstöckigen Gebäudes, etliche Zivilisten sehen dem Mord von unten zu. Weitere Bilder zeigen, wie die Männer leblos am Boden liegen und einer der Männer beigesetzt wird.

Da die Bilder nicht von einer unabhängigen Quelle gemacht oder verifiziert wurden, zeigt sie GGG.at nicht. Eine Veröffentlichung würde den IS-Terroristen in die Hände spielen: Sie sind Propaganda, keine Berichterstattung. Wie fast alle seriösen Medien der westlichen Welt berichten wir zwar über ihre Gräueltaten, bemühen uns aber weitgehend, dabei nicht IS-Propaganda weiterzuverbreiten. Deshalb bemühen wir uns auch, in den entsprechenden Berichten nicht den Eindruck zu erwecken, diese Morde seien das Resultat einer unabhängigen Rechtssprechung, die ein entsprechendes Urteil verhängt hat.

Einem Dokument zufolge, das Anfang des Jahres aufgetaucht ist, sieht das „Strafrecht“ der Terrormiliz die Todesstrafe auf Homosexualität vor. Als Todesart wird der Sturz von einem hohen Gebäude empfohlen. Dem entsprechend mehren sich Berichte über derartige Morde im Einflussbereich der Terroristen.