USA heben Blutspendeverbot für schwule Männer auf

12 Monate Wartezeit statt einem lebenslänglicher Ausschluss

Blutkonserven
Symbolbild - Rotes Kreuz

Das Blutspendeverbot für schwule Männer in den USA ist Vergangenheit. Die zuständige Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA hat das verpflichtende Verbot heute offiziell aufgehoben. Wie die einzelnen Blutbanken in den Vereinigten Staaten darauf reagieren, ist noch nicht klar.

Den neuen Richtlinien zufolge können schwule Männer Blut spenden, wenn sie ein Jahr lang enthaltsam leben. So soll verhindert werden, dass Blut, das mit noch nicht nachweisbaren Krankheitserregern verunreinigt ist, in den Spendekreislauf gelangt.

Empfehlung folgt einer Überprüfung der bisherigen Richtlinien

Die neue Empfehlung ist Folge einer umfassenden Überprüfung der Spende-Richtlinien. Diese wurde im Jahr 2010 angestoßen, nachdem es unter Medizinern und Forschern klar war, dass das Totalverbot für schwule Männer nicht mehr dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. Dieses war eine der ersten Maßnahmen nach der Entdeckung des HI-Virus. Als Ergebnis darauf folgender Studien wurde im November 2014 die Empfehlung abgegeben, dass die Wartezeit für schwule Männer, die Blut spenden wollen, verkürzt werden sollte. Dies ist nun in die Praxis umgesetzt worden.

Weiterhin von der Spende ausgeschlossen sind HIV-Positive. Ein lebenslanges Spendeverbot gilt auch für alle, die Sex für Geld oder Drogen angeboten haben oder sich Drogen gespritzt haben. Für die meisten anderen Risikogruppen – inklusive Menschen, die sich tätowieren oder Pieren haben lassen – gilt ebenfalls die 12-monatige Wartefrist.

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