Italien: Priester bei Sex mit 17-Jährigem im Auto verhaftet

Dieser Priester wird wohl keine Weihnachtsmesse mehr lesen: In der süditalienischen Region Kalabrien wurde ein katholischer Geistlicher verhaftet, der in seinem Auto gerade Sex mit einem minderjährigen Burschen hatte.

Wie lokale Medien berichten, hat sich Pater Antonello Tropea regelmäßig als „Nicola“ auf Grindr eingeloggt. Das ist pikanterweise jener Heilige, dem seine Pfarre in Messignadi geweiht ist. Über die Dating-App chattete der 44-Jährige mit Teenagern und verabredete sich mit ihnen zum Sex. Den hatte er sowohl in seinem Auto als auch in seiner Pfarrei.

Ein Priester, ein 17-Jähriger, Gleitgel und Küchenrolle

Letzten Freitag wurde Don Antonello von der Polizei erwischt, als er mit einem 17-jährigen Burschen in einer abgeschiedenen Gegend Sex in seinem Auto hatte. Den Beamten, die „verdächtige Objekte“ – unter anderem Gleitgel und eine Küchenrolle – in seinem Rucksack fanden, erzählte er zuerst, er sei ein Turnlehrer. Der Bursche gab schließlich zu, dass Tropea ihm 20 Euro für Oralsex geboten hat. Daraufhin wurde der Geistliche vorübergehend festgenommen.

Insgesamt haben die Beamten zwei Monate lang gegen den Priester ermittelt. Im Laufe der Ermittlungen erfuhren sie, dass der zuständige Bischof Francesco Milito durchaus von den Umtrieben des Pfarrers wusste. Doch anstatt ihn anzuzeigen, warnte Milito den Geistlichen: Er solle nicht „wie bisher weitermachen“ und „vermeiden, mit der Polizei zu sprechen“.

Hausarrest statt Untersuchungshaft

Doch zumindest das wird Tropea nicht mehr gelingen: Ihm droht eine Anklage, unter anderem wegen Besitz von Kinderpornografie, Prostitution mit Minderjährigen und Angabe einer falschen Identität. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung fanden die Polizisten neben einschlägigen Chats, Bildern und Videos sowie Sex-Spielzeug auch noch Cannabis.

Am Montag hat der zuständige Untersuchungsrichter nach einer mehr als fünfstündigen Anhörung Hausarrest an einem geheimen Ort über den 44-Jährigen verhängt. Der Priester suchte „unverbindliche sexuelle Beziehungen mit jungen Männern, vorzugsweise ab 18 Jahren, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Dabei ist er aber einige Male auf Minderjährige mit der gleichen sexuellen Orientierung getroffen, die manchmal nur gegen einen Geldbetrag verfügbar waren“, so der Richter.