[Rückblick] Wenn sich Tom Daley, Justin Lance Black und Cristiano Ronaldo das Ja-Wort geben

Oktober: Ein schwuler Flüchtling auf dem Weg nach Europa

Auch auf GGG.at war das Thema Flüchtlinge im Oktober das bestimmende Thema: Der meistgelesene Artikel des Monats war die Schilderung des britischen Politikers Ed Fordham, der sich in Belgrad ein Grindr-Date ins Hotelzimmer kommen ließ, das sich als schwuler Flüchtling aus dem Irak entpuppte.

„Ich möchte ihn mehr fragen, auch wenn es sich so anfühlt, als würde ich herumschnüffeln und ihn bedrängen. Aber er redet. Er hat den Irak verlassen, er wollte nicht gehen, aber seine Eltern sind tot, und so hatte er nichts mehr, für das es sich zu bleiben lohnte“, erinnert sich Fordham an das ungewöhnliche Date.

Schwules Traumpaar verlobt sich mit Anzeige in der „Times“

Eine gute Nachricht hat es in der Oktober-Statistik auf den zweiten Platz geschafft: Die Verlobung des britischen Olympia-Turmspringers Tom Daley und seines Partners, den US-amerikanischen Drehbuch-Autor Dustin Lance Black.

Bekanntgemacht wurde diese Verlobung ganz klassisch: Durch eine Anzeige in der Londoner „Times“. „Die Verlobung wird bekanntgegeben zwischen Tom, Sohn von Robert und Debra Daley aus Plymouth, und Lance, Sohn von Jeff Bisch aus Philadelphia und Anna Bisch aus Lake Providence“, war dort zu lesen.

Geheiratet werden soll nach den olympischen Spielen in Rio, bei denen Daley antritt.

Ronaldo und das Hochzeitsfoto mit dem Kickboxen

Und auch auf dem dritten Rang der meistgelesenen Artikel des Monats landet eine Romanze – wenn auch nur eine gespielte: Real-Madrid-Starkicker Cristiano Ronaldo postete Fotos, die er im Marokko-Urlaub mit seinem besten Freund, dem Kickboxer Badr Hari, geschossen hat.

„Frisch verheiratet. Immer da, um dich aufzuschnappen, Bro“, steht als Untertitel auf einem der Bilder. Es zeigt Hari, wie er Ronaldo auf seinen Armen trägt, als würde er ihn gleich über die Schwelle tragen.

Allerdings sind die Bilder nur ein Scherz zwischen besten Freunden. Aber kurz träumen, das darf man bei ihrem Anblick schon.

November: Stoly Baby! Ab ins Kino!

Im November begeisterten zwei Schwulenikonen die Leser von GGG.at: Zwanzig Jahre nach der ersten Folge von „Absolutely Fabulous“ kommen Eddie und Patsy nun ins Kino.

Mit von der Partie sind neben Kate Moss, Harry Styles, Jean Paul Gaultier, Joan Collins, Cara Delevingne und Emma Bunton auch 96 Drag-Queens. In dem Film, der in britischen Kinos am 1. Juli 2016 startet, geht’s darum, dass Eddie und Patsy ihr Glück an der französischen Riviera suchen – nachdem sie in London bei einer Party ein wahres Desaster angerichtet haben.

Und auch 50 Cent schaffte es im November auf GGG.at: Allerdings nicht mit homophoben Sprüchen, sondern mit der überraschenden Aussage einer Ex-Freundin.

Vivica Fox, Ex-Freundin des Rappers, wurde bei einer Fernsehsendung darauf angesprochen, dass 50 Cent einen schwulen Handlungsstrang in der Serie „Empire“, bei der sie auch mitspielt, kritisierte. Darauf sagte sie nur: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen…“

50 Cent bemühte sich, die Andeutungen seiner Ex schnell via Instagram zu widerlegen: „Oh nein! Jetzt glaubt sie, ich bin schwul, weil ich sie meinen Arsch lecken ließ“, schrieb er dort…

Dezember: Das einfache Outing eines Volksmusikers

Mit Abstand am öftesten gelesen wurde im Dezember der Artikel über das Coming Out von „voXXclub“-Sänger Christian Schild. Der Schweizer erklärte in einem Interview mit der „Freizeit Revue“, dass keine Freundin in Sicht sei: „Denn Frauen haben leider keine Chance bei mir“, erklärte der 28-Jährige.

Kein Problem mit seiner sexuellen Orientierung hat die Familie von Schild. Das ist keine Selbstverständlichkeit, weiß er: „Ich hatte Angst davor, nicht mehr gemocht und verletzt zu werden“, erinnert er sich. Doch die Angst war umsonst, denn: „Sie hatten es ohnehin geahnt.“

Gery Keszler über seine Trennung und den Jakobsweg

Ebenfalls großes Interesse hat ein Interview von „Mister Life Ball“ Gery Keszler ausgelöst. Im Gespräch mit Ö3-Talkerin Claudia Stöckl sprach er über das Ende seiner Beziehung zum Künstler Andreas Fischbacher. „Man kann jemanden enorm lieben und gleichzeitig wissen, dass es nicht funktionieren kann“, so Keszler.

Die Life-Ball-Pause möchte er zur inneren Einkehr nutzen. „Ich möchte den Jakobsweg gehen“, verrät Keszler im Ö3-Talk. Spirituelle Unterstützung könnt er dabei vom Wiener Erzbischof Christoph Schönborn bekommen. Keszler war beim Kardinal einmal zu einem privaten Abendessen eingeladen. „Es war ein inspirierendes Gespräch und wir schreiben einander.“

Missen-Kuss macht Schlagzeilen

Gern gelesen wurde auch der Artikel über ein Küsschen zwischen „Miss Austria“ Amina Dagi und „Miss Russia“ Vladislava Evtushenko. Die beiden Schönheitsköniginnen waren zur Wahl der „Miss Universe“ in Las Vegas.

Und während Miss Mexiko „zwei mutige Frauen, die sich für Gleichheit und Respekt einsetzen“ lobt, dürfte das Foto in Evtushenkos Heimat nicht ganz so gut angekommen sein. Nach kurzer Zeit wurde es wieder gelöscht.