Home Allgemein Tochter von Desmond Tutu heiratet ihre Partnerin

Tochter von Desmond Tutu heiratet ihre Partnerin

In den Niederlanden hat Mpho Tutu, eines der vier Kinder des südafrikanischen Erzbischofs Desmond Tutu, am Donnerstag ihre jahrelange Partnerin, die Kinderärztin und Aktivistin Marceline Furth, geheiratet. Das hat die Desmond & Leah Tutu Foundation offiziell mitgeteilt.

Demnach haben sich die beiden Frauen bei einer privaten Zeremonie in der südholländischen Stadt Oegstgeest in der Nähe von Leiden das Ja-Wort gegeben. Im Mai soll die Ehe auch im südafrikanischen Kapstadt geschlossen werden. Für beide Frauen ist es die zweite Ehe.

Zwei Aktivistinnen für LGBT-Rechte und gegen Armut

Reverend Mpho Tutu wurde von ihrem Vater im Jahr 2004 zur Priesterin der Episkopalkirche, dem südafrikanischen Arm der Anglikaner, geweiht. Sie engagiert sich als Aktivistin gegen Armut, Rassismus, Sexismus und Homo- und Transphobie und ist auch im Vorstand der Global Aids Alliance der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Ihre Frau Marceline Furth ist Professorin für Kinder-Infektionskrankheiten an der Freien Universität Amsterdam. Sie leitet dort auch ein medizinisches Förder- und Austauschprogramm, das nach ihrem Schwiegervater Desmond Tutu benannt ist.

Desmond Tutu; Kämpfer gegen Homophobie

Dieser ist einer der engagiertesten Kämpfer gegen Homo- und Transphobie in Afrika. Für ihn ist der Kampf für LGBT-Rechte vergleichbar mit dem Kampf gegen die Apartheid: „Können Sie sich vorstellen, nachdem ich gesagt habe, dass es ungerecht ist, Menschen zu verurteilen für etwas, für das sie nichts können, dass ich dann still bin, wenn Menschen verfolgt werden und Menschen getötet werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung? Ich denke, das ist zutiefst ungerecht wie Rassismus es immer war.“, erklärte Tutu.

Der heute 84-Jährige hat sich deshalb unter anderem für die Öffnung der Ehe in Südafrika stark gemacht, diese wurde auch von der Episkopalkirche unterstützt. Im Jahr 2013 sagte Desmond Tutu, er würde lieber in die Hölle als in ein homophobes Paradies gehen wollen: „Ich würde mich weigern, einen homophoben Himmel zu betreten. Nein, ich würde sagen: ‚Sorry, ich gehe lieber in den anderen Ort‘. Ich würde keinen Gott anbeten, der homophob ist.“