Ampelpärchen kommen morgen nach Linz zurück

Die Ampelpärchen kommen nach Linz zurück: Der Gemeinderat wird morgen, Donnerstag, in zwei Anträgen über die Wiedererrichtung der Figuren auf der Mozartkreuzung beraten und diese aller Wahrscheinlichkeit nach annehmen.

Es war eine der ersten Amtshandlungen des neuen Linzer Verkehrsstadtrats Markus Hein von der FPÖ: Er ließ die Ampelpärchen, die durch eine private Initiative angebracht wurden, wieder entfernen. „Im Straßenverkehr haben Gesinnungen und insbesondere Genderwahn nichts verloren. Der einzige Zweck einer Ampel ist, für mehr Sicherheit im Verkehr zu sorgen und nicht etwa linke Botschaften zu verbreiten“, so Hein Mitte Dezember.

Der Sturm der Entrüstung war groß – nicht nur in Linz: Die Entscheidung des FPÖ-Stadtrats wurde bis nach Australien berichtet. Bürgermeister Klaus Luger fürchtete, die Stadt könne durch Heins Entscheidung einen Imageschaden davontragen. „Das Abmontieren der Ampelpärchen ist gesellschaftspolitisch ein völlig falsches Zeichen und erweckt den Eindruck, Linz sei eine kleinkarierte Stadt. Das wollen wir nicht sein“, so der SPÖ-Politiker.

In der morgigen Sitzung des Linzer Gemeinderates wird die Welt wieder in Ordnung gebracht. Gleich zwei Anträge beschäftigen sich mit der Wiedermontage der Ampelpärchen an der Mozartkreuzung. Grüne und KPÖ fordern in einem gemeinsamen Antrag, dass die Ampelpärchen wieder auf ihren alten Standort zurückkommen und neue Paare in Linz montiert werden. „Wir haben Forderungen aus der Bevölkerung aufgegriffen, zusätzliche Ampelpärchen zu montieren“, so Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten. Die NEOS beschränken sich in ihrem Antrag auf eine Rückkehr der Ampelpärchen auf die Mozartkreuzung.

FPÖ und Volkspartei werden gegen beide Anträge stimmen. Die SPÖ wird für den Antrag der NEOS und den ersten Teil des Grünen/KPÖ-Antrages stimmen. Nur den Wunsch, weitere Ampelpaare in Linz anzubringen, lehnen die Linzer Sozialdemokraten ab. Fraktionsvorsitzender und Vizebürgermeister Christian Forsterleitner begründete das damit, dass „es neben einer Diskussion rund um die Ampelpärchen inhaltliche und politische Schwerpunkte gibt, die dringender zu bearbeiten sind“.

Eine Mehrheit für die Rückkehr der Ampelpärchen ist im Linzer Gemeinderat daher fix, die Entscheidung von FPÖ-Stadtrat Markus Hein mit einer demokratischen Mehrheit rückgängig gemacht.