Australien verweigert HIV-positivem Touristen die Einreise

In Australien wurde einem Touristen aus Skandinavien die Einreise verweigert, weil er HIV-positiv ist. Besonders bitter: Der 60-Jährige hatte zuvor 22 Jahre lang jedes Jahr Australien besucht – ohne Probleme.

Doch nun scheint Australien seine Einreiserichtlinien geändert zu haben: Er suchte um ein Drei-Monats-Visum für Touristen an, das ihm verwehrt wurde: Er habe den medizinischen Test nicht bestanden. Der Mann hat sich 1994 mit dem HI-Virus infiziert.

Wie der Star Observer berichtet, hat ein Verantwortlicher diese Entscheidung zunächst gerechtfertigt: Er habe die Ansprüche nicht erfüllt, da er „wahrscheinlich Gesundheitsversorgung benötigt, die der australischen Gemeinschaft signifikante Kosten verursacht“.

Allerdings hat der Mann in den 22 Jahren zuvor nie das australische Gesundheitssystem in Anspruch genommen. Seine Medikamente, eine Pille pro Tag, nimmt er auf Reisen selbst mit. „Auch, wenn ich HIV habe, bin ich eine gesunde Person. Jemand sagt: ‚Du hast HIV, wir wollen dich hier nicht’“, ärgert sich der Skandinavier: „Ich habe meine Gesundheit bei einer Ärztin in Sydney untersuchen lassen, und sie sagte, für jemanden mit HIV könnte meine Gesundheit gar nicht besser sein.“

Nachdem der Fall des 60-Jährigen öffentlich geworden war, haben die Verantwortlichen allerdings eingelenkt: Der Vorfall sei ein „administrativer Fehler“ gewesen, Touristen mit HIV seien als Touristen willkommen. Ein permanentes Einwanderungsvisum bleibt ihnen aber trotzdem verwehrt.