Ampelpärchen wurden wieder auf der Mozartkreuzung montiert

In Linz wurden gestern die Ampelpärchen erneut auf der Mozartkreuzung montiert. Verkehrsstadtrat Markus Hein von der FPÖ hat diese abmontieren lassen, ein Beschluss des Gemeinderates hat ihn allerdings überstimmt.

Ampeln seien „ein Verkehrszeichen und dürfen nicht dazu missbraucht werden, Gesinnungsbotschaften zu übermitteln“, rechtfertigte Hein eine der ersten Entscheidungen seiner Amtszeit – und erntete dafür Kritik: Bürgermeister Klaus Luger fürchtete um das Image seiner Stadt – und Grüne, KPÖ und NEOS brachten Anträge in den Gemeinderat ein, dass die Ampelpärchen auf die Linzer Mozartkreuzung zurückkehren sollten. Diese Anträge unterstützte die SPÖ, sie bekamen daraufhin die entsprechende Mehrheit.

Doch Stadtrat Hein wollte den Beschluss des Gemeinderates nicht sofort umsetzen. Erst nach einer öffentlichen Belehrung der Magistratsdirektorin, dass die Entscheidungen des Stadtparlaments zügig umzusetzen seien gab der FPÖ-Politiker klein bei.

Dieses Zwischenspiel zeige „das fragwürdige Demokratieverständnis der FPÖ. Es steht ihrem fragwürdigen Gesellschaftsmodell, das ja in der überfallsartigen Demontage der Ampelpärchen überdeutlich geworden ist, um nichts nach“, so Stefan Thuma, Obmann der HOSI Linz.

Gestern war es dann endlich soweit: Verkehrstechniker montierten die Ampelscheiben, die von einer privaten Initiative angekauft worden waren, wieder an der Mozartkreuzung im Zentrum der Stadt Linz. Ab sofort blinken den Fußgängern wieder die homo- und heterosexuellen Paare entgegen.

Nachwuchs werden sie übrigens nicht bekommen: Ein entsprechender Antrag auf mehr Ampelpärchen, den Grüne und KPÖ eingebracht hatten, wurde von der SPÖ Linz nicht unterstützt.