Größte Schwulensauna Londons muss schließen

Die größte Schwulensauna Londons muss in Kürze schließen: Auf dem Komplex der Chariots-Sauna in Shoreditch im Nordosten der Stadt soll ein Luxushotel entstehen.

Die Pläne des Investors wurden vom Stadtrat von Hackney genehmigt: Das Gelände wird geräumt und dem Erdboden gleichgemacht. Dann soll dort ein Luxushotel mit 200 Betten gebaut werden sowie Büro- und Geschäftsräume. Die Architekten betonten, dass die neuen Gebäude die Gegend aufwerten würden.

Die Arbeiten an dem Grundstück sollen im zweiten Quartal 2016 beginnen und bis zum Ende von 2018 andauern. Für die Chariots-Sauna heißt das, dass sie diesen Standort in den nächsten Wochen schließen muss. Eine offzielle Stellungnahme der Saunabetreiber gibt es bis jetzt noch nicht.

Die Sauna, die bis zu 500 Gäste gleichzeitig aufnehmen kann, ist im Stil eines römischen Bades eingerichtet. Sie verfügt über einen Innenpool, eine Dampfkammer, zwei Whirlpools, ein Kinozimmer und mehrere private Kabinen.

In der Vergangenheit war Chariots immer wieder in die Kritik gehalten, weil Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten wurden, vor allem in der Sauna in Shoreditch, die jetzt geschlossen wurde: So gab es im Jahr 2011 ein Feuer in der Sauna, bei dem etwa 150 Gäste evakuiert werden mussten. Viele von ihnen waren barfuß und nur mit einem Handtuch bekleidet. Ein Jahr später wurde in der Sauna die Leiche eines 46-jährigen Mannes gefunden: Der Tod wurde von der Polizei nicht als verdächtig eingestuft.

Chariots betreibt noch weitere Schwulensaunen in London: Die Standorte in Streatham, Waterloo and Vauxhall bleiben erhalten.