Samstag, 20. April 2024
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[Video] Schwules Paar mit heißem Wasser verbrüht: 40 Jahre Haft

Nun könnte der Mann noch nach Bundesrecht verurteilt werden

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Am 12. Februar hat Martin Blackwell im US-Bundesstaat Georgia ein schlafendes schwules Paar mit heißem Wasser verbrüht und schwer verletzt. Nun wurde er für diese Tat zu 40 Jahren Haft verurteilt.

Blackwell war zu dem Zeitpunkt gerade in einer Beziehung mit der Mutter des 23-jährigen Anthony Gooden, einem der beiden Opfer. Dieser arbeitete mit seinem Partner, dem zwei Jahre jüngeren Marquez Tolbert, gemeinsam in einem Lagerhaus, in der betreffenden Nacht schliefen sie im Haus von Goodens Mutter.

„Verschwindet mit dem schwulen Zeug“

Gegen 7.00 Uhr früh kam der 48-Jährige in das Haus und sah das schwule Paar, das gerade friedlich schlief. Daraufhin entschloss er sich, die beiden jungen Männer mit heißem Wasser zu verbrühen. „Verschwindet aus meinem Haus mit diesem schwulen Zeug“, soll er ihnen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch zugerufen haben.

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Opfer des Anschlags
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„Sie klebten zusammen wie zwei Hot Dogs, also habe ich ein bisschen heißes Wasser genommen um ihnen helfen, auseinanderzukommen. Die sind in Ordnung. Es war nur ein bisschen heißes Wasser“, rechtfertigte Blackwell seine Tat vor der Polizei. Er gab zu, ein Problem damit zu haben, dass zwei Männer miteinander schliefen. Später behauptete er, die beiden Männer hätten Sex gehabt, während er sie verbrühte.

Schwerste Verbrennungen und lebenslange Folgen

Doch der Befund der beiden Männer spricht eine andere Sprache: Sie haben schwerste Verbrennungen auf dem Rücken, im Gesicht oder auf den Beinen. Die beiden Burschen mussten mehrmals operiert werden. „Die Schmerzen lassen dich nicht schlafen. Sie verschwinden nicht, sie werden nicht weniger“, erklärte Tolbert im März unter Tränen seinen Zustand einem lokalen Fernsehsender.

Die Geschworenen sprachen Blackwell am Mittwoch unter anderem wegen schwerer Körperverletzung schuldig. Er wurde zu vierzig Jahren Haft verurteilt. Georgia hat keine speziellen Gesetze, die Hass-Kriminalität strenger bestrafen. Allerdings könnte das FBI seine Tat nun auch vor ein Bundesgericht bringen.

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