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[Galerie] Südtirol feiert Coming-Out-Day mit einer Plakatkampagne

LGBTI-Initiative „Centaurus“ will mit den Plakaten sensibilisieren

Centaurus

Weltweit wird am heutigen 11. Oktober der Coming-Out-Tag gefeiert. Die Südtiroler LGBTI-Initiative „Centaurus“ hat deshalb eine Sensibilisierungs-Kampagne gestartet. Im gesamten Land werden an den Bushaltestellen Poster mit dem Motto „Voll mein Leben“ aufgehängt, nächste Woche kommen Kinospots dazu, die in mehreren Südtiroler Kinos gezeigt werden.

„Lebe, wie es dir gefällt“ – in Deutsch und Italienisch

„Ganz gleich, wen du liebst, lebe wie es dir gefällt“ – das ist die Botschaft der Poster, die es in fünf Motiven gibt: Zwei schwule Paare, zwei lesbische Paare und ein Trans-Motiv. Wie in Südtirol üblich, erscheint die Kampagne zweisprachig. Die italienische Version läuft unter dem Motto „Una vita appieno“.

Mit der Kampagne will Centaurus alle Schwulen, Lesben, Bisexuelle und Transgender dazu ermutigen, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen, ohne Kompromisse in ihrer Lebensqualität einzugehen, erklärt die Initiative: „Offen leben heißt sichtbar sein und das eigene Leben so zu leben wie es einem gefällt.“

Finanziert durch Spenden aus der Einkommensteuer

Finanziert wurde die Sensibilisierungs-Kampagne durch Spenden und den ehrenamtlichen Einsatz einiger Mitglieder. Bei den Spenden machte sich Centaurus das italienische Modell der „5-Promille-Spenden“ zunutze: Privatpersonen können direkt bei der Steuererklärung fünf Promille ihres Einkommensteuerbeitrags einer gemeinnützigen Organisation zukommen lassen.

Um die Kampagne noch bekannter zu machen, ruft Centaurus seine Unterstützer auf, für das Plakat auf einem Onlinedienst als „Plakat des Monats“ zu stimmen. Registrierte Mitglieder können so auch einen von zahlreichen Preisen gewinnen. Alle Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Initiative.

Der Coming-Out-Tag wurde zum ersten Mal 1988 in den USA begangen. Damals fand in der Hauptstadt Washington eine schwul-lesbische Großdemonstration mit hunderttausenden Teilnehmern statt. Damit reagierte die Community auf die Homophobie der Regierung von Präsident Ronald Reagan. Dieser ignorierte beispielsweise die Aids-Krise. Zwei Jahre zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der USA das Verbot homosexueller Beziehungen noch als verfassungskonform bezeichnet.

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