ABBA arbeiten an einem neuen Projekt

Eine „Virtual Experience“-Show soll die Essenz der Band zeigen: Was ABBA war, und was sie heute ist.

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Diese Meldung dürfte auch bei vielen schwulen Fans Schnappatmung verursachen: Fast 35 Jahre nach ihrem letzten Auftritt arbeiten ABBA an einem neuen Projekt. Dabei soll es um eine „Virtual Experience“-Show gehen, die voraussichtlich 2018 zu sehen sein wird.

ABBA arbeiten an einer „Zeitmaschine“

Worum es dabei genau geht, haben Anni-Frid Lyngstad, Agnetha Faltskog, Björn Ulvaeus und Benny Andersson noch nicht verraten. Benny nannte das Projekt eine „Zeitmaschine“, die die Essenz dessen abbilde, was die Band war und ist. Und Frida ergänzte: „Unsere Fans auf der ganzen Welt wollen immer, dass wir uns wiederzusammen tun und darum hoffe ich, dass die neue ABBA-Schöpfung für sie genauso aufregend ist wie für uns.“

Etwas genauer wird Simon Fuller, ehemaliger Manager der „Spice Girls“, der ABBA bei dem Projekt unterstützt. „Wir entdecken eine neue technische Welt mit virtueller Realität und künstlicher Intelligenz. Dadurch gibt es auch neue Formen von Entertainment, die wir uns früher nicht vorstellen konnten“, erklärt er dem „Billboard“-Magazin. Die Kreativität der ABBA-Mitglieder mache das Projekt für Fuller „sehr aufregend“. Worum es genau gehe, soll aber erst nächstes Jahr bekanntgegeben werden.

Auch mehr als 30 Jahre nach ihrem letzten Auftritt eine der erfolgreichsten Bands der Welt

ABBA gilt mit mehr als 380 Millionen verkauften Tonträgern als eine der erfolgreichsten Bands der Popgeschichte. Sie gewannen im Jahr 1974 im englischen Brighton mit „Waterloo“ den Eurovision Song Contest. Das war der Beginn einer atemberaubenden Karriere mit unzähligen Hits von „Dancing Queen“ über „SOS“ oder „The Winner Takes It All“. Im Jahr 1982 haben sich ABBA schließlich getrennt. Das zehn Jahre später veröffentlichte Best-of-Album „ABBA Gold“ zählt mit über 28 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Tonträgern.

Doch der Mythos ABBA lebt bis heute weiter. Kurz nach der Jahrtausendwende soll ein US-Konzertveranstalter den vier Schweden sogar eine Milliarde Dollar angeboten haben, um ein allerletztes Mal gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Doch die Band lehnte ab. Das Geld haben sie auch nicht nötig: Das Geld aus Plattenverkäufen und Merchandise strömt noch immer. Und das 1999 in London uraufgeführte Musical „Mamma Mia“ füllt die Kassen von Björn und Benny noch immer. Mit bislang mehr als 40 Millionen Zusehern ist es heute eines der erfolgreichsten Musicals der Welt.