Starbucks: Grüner „Holiday Cup“ verärgert US-Konservative

"Ein Symbol der Einheit" oder "liberale Gehirnwäsche"?

Grüner Starbucks-Becher
Starbucks

Er gehört in den USA zu Weihnachten wie geschmückte Häuser und Rentiere: Der „Holiday Cup“ von Starbucks – bis jetzt immer eine rote Version des bekannten Pappbechers. Dieses Jahr ändert die Kaffeekette ihr Design radikal – und zieht damit den Ärger konservativer Amerikaner auf sich.

Eine Botschaft der Einheit in einer Zeit der Spaltung

Denn der „Red Cup“ von Starbucks ist in den Vereinigten Staaten dieses Jahr grün. Doch das erzürnt US-Konservative noch nicht. Viel mehr sind es das Design und die Botschaft: Auf dem Becher zu sehen ist nämlich eine Gruppe von mehr als 100 verschiedener Menschen, gezeichnet vom Künstler Shogo Ota. Ein Kaffeebauer, eine Familie, ein Barista oder eine Gruppe von Freunden – sie alle sind durch eine Linie verbunden.

„Während einer Zeit der Spaltung in unserem Land möchte Starbucks ein Symbol der Einheit schaffen, als Erinnerung an unsere geteilten Werte, und die Notwendigkeit, gut zueinander zu sein“, erklärte Vorstandschef Howard Schultz den Gedanken dahinter.

Für Konservative ist der Becher eine „Gehirnwäsche“

Und das wollen radikale Konservative nicht akzeptieren. Der Becher sei ein „politisches Statement“, was ja noch zumindest irgendwie nachvollziehbar ist. Dass ihn der rechte Flügel der USA so knapp vor der US-Wahl aber auch als „Versuch der Gehirnwäsche“ bezeichnet, klingt aber doch eher skurril.

„Ich habe Starbucks wie einen heißen Stein fallengelassen“, erklärt eine Userin auf Twitter. User „Archie Bunker“ fordert den Kaffeekonzern auf, er möge „aufhören, seinen liberalen Bullshit aufzuzwingen“. Als ihn ein anderer User dafür kritisiert, antwortet er: „Keine Angst, es ist viel Zeit zu packen, bevor Trump angelobt wird.“ Offenbar findet nicht jeder die Idee, aufeinander zuzugehen, besonders verfolgenswert.

Doch bei anderen Fans erntet Starbucks für seinen Vorstoß Lob: „Eine Erinnerung, die wir in diesen Zeiten dringend brauchen“, schreibt eine Userin auf Twitter. Und eine andere schreibt: „Wir sind alle miteinander auf die eine oder andere Weise miteinander verbunden.“