Stadt Orlando kauft das „Pulse“

Der Nachtclub soll zu einer permanenten Gedenkstätte werden

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Die Stadt Orlando möchte das „Pulse“ kaufen und daraus eine permanente Erinnerungsstätte machen. Das berichten mehrere lokale Medien. In dem schwul-lesbischen Nachtclub waren am 12. Juni dieses Jahres 49 Menschen durch einen Attentäter ums Leben gekommen.

Mehr als zwei Millionen Euro für den Ort des Massakers

Die Gespräche für eine Übernahme des Gebäudes laufen bereits seit August. Nun sind die abgeschlossen, bestätigt das Büro des Bürgermeisters von Orlando, Buddy Dyer. Der Kaufpreis beträgt 2,25 Millionen Dollar, umgerechnet etwas mehr als zwei Millionen Euro. Das liegt 600.000 Dollar über dem geschätzten Wert der Immobilie. Der Stadtrat soll den Kauf am Montag offiziell beschließen.

Das „Pulse“ werde in der nächsten Zeit so bleiben, wie es ist, so der Bürgermeister weiter. „Es gibt viele Menschen, für die ein Besuch an dem Ort Teil ihres Besuchs ist, Teil ihrer Erfahrungen in Orlando, und so glaube ich, es ist angemessen, den Ort noch 12 bis 18 Monate so zu lassen wie er ist“, erklärt Dyer.

Für viele Besucher von Orlando ein Ort des Gedenkens

Damit sollen die Trauernden den Ort auch noch in der nächsten Zeit für ihr Gedenken nutzen können. Seit dem Angriff wurden vor dem Pulse tausende Blumen, Kerzen, Nachrichten oder Plüschtiere als Zeichen der Trauer abgelegt. Danach soll daraus eine offizielle Gedenkstätte werden. Die genauen Pläne dafür werden so rasch wie möglich veröffentlicht, kündigt Dyer an.

In den Räumen des ehemaligen Nachtclubs wurde bereits Ende Oktober ein erstes Denkmal vorgestellt: Es besteht aus drei Leinwänden. Eine besteht aus sechs Herzen in der Farbe der Regenbogenflagge, die zweite aus einem Herz mit der Aufschrift „I am. We are. Let’s be.“ Auf der dritten Leinwand ist „Love is the answer“ zu lesen. Der Rest der Leinwände ist weiß, hier sollen die Trauernden die Möglichkeit haben, ihre Gedanken zu hinterlassen.

Beim Terroranschlag auf das „Pulse“ in Orlando starben am 12. Juni 49 Gäste durch die Waffen des Attentäters Omar Mateen. Mehr als 50 Gäste wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Attentäter wurde bei der Stürmung des Gebäudes erschossen. Über die genauen Gründe des Anschlags gibt es keine gesicherten Informationen.