Als Schwuchtel beschimpft: 18-Jähriger verprügelt fünf Teenager

In bester Bud-Spencer-Manier hat der junge Mann seine Angreifer in die Schranken gewiesen

Polizei
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Diese homophobe Beleidigung ging nach hinten los: Im Berliner Bezirk Schöneberg haben fünf Jugendliche einen jungen Familienvater als Schwuchtel beschimpft – daraufhin schlug er zu und setzte die gesamte Truppe alleine außer Gefecht.

Es war am Mittwoch gegen 21.30 Uhr an der Kreuzung Potsdamer Straße/Kurfürstenstraße. Der 18-jährige Familienvater wollte mit seiner Freundin und seinem einjährigen Sohn seine Eltern besuchen. An der Ecke pöbelt ihn eine Gruppe Teenager an.

Jugendlichen beschimpft und geschubst – und dann wehrte er sich…

„Die haben mich unvermittelt als Schwuchtel bezeichnet“, erinnert sich der 18-Jährige gegenüber der Berliner „B.Z.“. Als er sie deshalb zur Rede stellen wollte, fingen die fünf Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren an, den Familienvater zu schubsen. Doch der reagierte anders als erwartet.

„Ich habe meine Jacke ausgezogen und meiner Frau gesagt, sie soll schnell zu meinen Eltern“, erinnert sich der Berliner. Dann wehrte er sich nach bester Bud-Spencer-Manier. Dem ersten Jugendlichen schlug er mit der Faust auf die Schläfe. Als ein 15-Jähriger daraufhin mit einer abgebrochenen Bierflasche auf ihn losgehen wollte, packte er ihn und warf in hinter sich. Den Rest der Gang stellte er mit Nackenschellen, Faustschlägen und Tritten ruhig. Danach ging er in aller Ruhe zurück zu seiner Familie.

Die verdatterten Angreifer blieben auf dem Gehsteig zurück. Zwei Jugendliche mussten wegen Platzwunden ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Die drei anderen Mitglieder der Gang klagten über Kopf- und Nackenschmerzen. Die Jugendlichen zeigten den 18-Jährigen wegen Körperverletzung an, dieser zeigte wiederum die Gruppe wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung an. Die Berliner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.