Forschungspreis der agpro verliehen

Die acht Projekte bekommen insgesamt mehr als 13.000 Euro

Regenbogenflagge
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In Wien wurde letzte Woche zum zehnten Mal der Forschungspreis der schwulen Business-Organisation agpro verliehen. Insgesamt acht Wissenschaftler wurden für ihre Arbeiten mit dem Schwerpunkt Homosexualität in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft ausgezeichnet. Der alle zwei Jahre vergebene Preis ist mit insgesamt 13.250 Euro dotiert.

Der Forschungspreis der agpro sei eine „wichtige Anerkennung für Arbeiten in einem noch immer stark marginalisierten Feld“, erklärte Obmann Andreas Hiermayer. Ziel sei ein öffentlicher Diskurs, auch wolle man aufzeigen, dass Homosexualität in der Gesellschaft vielfältig vorhanden sei.

Preisträger aus Österreich und Deutschland

Die Preisträger sind Absolventen, Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter an den Universitäten in Innsbruck, Wien, Salzburg, Heidelberg und Marburg sowie eine freie Wissenschaftlerin. Im Detail wurden folgende Arbeiten ausgezeichnet:

  • Mag. phil. David Egger: Homosexuality and School in Austria
  • Mag. Perry Baumgartinger-Seiringer: Staatliche Regulierung von Geschlecht als Zweigeschlechterkonstrukt – Kritische Diskurshistorische Dispositivanalyse des Geschlechterdispositivs anhand des sog. „Transsexuellen-Erlasses“ 1980-2010 in Österreich
  • Dr. med. Igor Grabovac: Are Patients Ready for Lesbian, Gay and Bisexual Family Physicians – A Croatian Study
  • Dr. Hanna Hacker: Frauen* und Freund_innen
  • Laura Kuhn: Homosexualitäten als Thema in der Schule – Eine Untersuchung von Perspektiven Lehramtsstudierender vor dem Hintergrund aktueller Unterrichtskonzepte
  • Werner Müller-Schell, BA: Schwaches Zuspiel oder schwuler Pass?
  • Mag.a Dr.in Bärbel Susanne Traunsteiner: Gleichgeschlechtlich l(i)ebende Frauen im Alter
  • Norman Wolf, B.Sc.: Somewhere Over The Rainbow

Der Preis wird unter anderem von der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, dem Sozialministerium und der Stadt Wien unterstützt. Dieses Jahr kamen die Einreichungen für den agpro-Forschungspreis aus den Disziplinen Rechtswissenschaften, Kunst, Philologie, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, Geisteswissenschaften, Genderforschung, Pädagogik, Politikwissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften sowie aus der Medizin.