HOSI Wien: Wahlaufruf für Alexander Van der Bellen

"Norbert Hofer wird nie der Präsident der Van-der-Bellen-Wähler sein können"

HOSI Wien
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Wie auch schon vor der Stichwahl am 22. Mai ruft die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien auch vor der Wahl am Sonntag dazu auf, Alexander van der Bellen zu wählen. Die HOSI Wien sieht diese Wahl auch als Möglichkeit, ein deutliches Zeichen gegen die FPÖ zu setzen.

„Allein dafür, dass er als schlechter Verlierer die sündteure Wahlwiederholung mutwillig vom Zaun gebrochen hat, um sich und der FPÖ eine zweite Chance zu ermöglichen, gehört Norbert Hofer abgestraft“, erklärt HOSI-Wien-Obfrau Lui Fidelsberger. Man rufe die Österreicher auf, Van der Bellen als Bundespräsident zu bestätigen. „Der Graben im Land kann nur tiefer werden, sollte es Hofer gelingen, durch sein Manöver Van der Bellen den Sieg zu stehlen, denn Hofer wird nie und nimmer auch Präsident jener sein können, die am 22. Mai Van der Bellen bereits zum Bundespräsidenten gewählt haben“, ist die Fidelsberger betont kämpferisch.

Scharfe Kritik am Zaudern der ÖVP

Kritik gibt es von der HOSI Wien auch an der ÖVP, „die es offenbar aus rein parteipolitischem Kalkül nicht über sich bringt, eine eindeutige Wahlempfehlung für den durch und durch bürgerlichen Kandidaten Van der Bellen auszusprechen“, so Generalsekretär Kurt Krickler. „Hat die ÖVP keine Lehren aus der Ära Waldheim gezogen? Gefällt der ÖVP die Rolle Österreichs als Paria-Staat in der demokratischen Welt so sehr? Wie masochistisch ist denn das?“, fragt er sich weiter.

Stattdessen solle sich die ÖVP ein Beispiel an Frankreich nehmen, ergänzt Fidelsberger: „Als 2002 Jean-Marie Le Pen in die Stichwahl gegen Jacques Chirac kam, zögerten sämtliche demokratischen Kräfte keine Sekunde, sich hinter Chirac zu versammeln, der schließlich mit über 82 Prozent der Stimmen gewählt wurde.“ Die aktuelle Haltung der ÖVP sei „jämmerlich und alles andere als staatstragend“, so Krickler. Die HOSI Wien fordere deshalb die Volkspartei „dringend auf, ihre Haltung zu ändern, und erwarten von ihr eine klare Stellungnahme pro Van der Bellen“.