Auch HOSI Linz ruft zur Wahl von Alexander Van der Bellen auf

Es geht um eine "richtungsweisende Entscheidung"

HOSI Linz
HOSI Linz

Eine klare Wahlempfehlung zur Bundespräsidentenwahl kommt von der Homosexuellen Initiative (HOSI) Linz. Sie spricht sich für die Wahl von Alexander Van der Bellen zum Bundespräsidenten aus – und betont, dass am Sonntag jede Stimme entscheiden kann.

Van der Bellen steht für „wertschätzende Politik“

Der ehemalige Grünen-Chef stehe für eine „wertschätzende, integrative, minderheitenfreundliche Politik der Mehrheit“, betont Stefan Thuma, Sprecher der HOSI Linz in einer Aussendung. Und er macht klar, dass es sich bei der Wiederholung der Stichwahl um eine „richtungsweisende Entscheidung“ handle: „Nämlich, ob gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung weiterhin als normal anerkannt bleibt oder zurück in die Außenseiterrolle gedrängt wird“.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften würden von Norbert Hofer und seiner FPÖ „nicht wertgeschätzt“ und „Schritte zur gesellschaftlichen Gleichberechtigung der Homosexuellen mit den Heterosexuellen abgelehnt“, erinnert die HOSI Linz. Sie fürchtet unter Hofer ein intolerantes Klima in Österreich, in dem Verschlechterungen für die Eingetragene Partnerschaft oder die Verschleppung von Gesetzen zur Gleichstellung auf dem Spiel stehen würde.

Besonders Minderheiten sollen ihre Stimme abgeben

Der Bundespräsident sei „ein gewisses Korrektiv für die Alltagspolitik der Koalitionsparteien“, gerade bei Grundwerten der Gesellschaft wie Freiheit, Menschenwürde und Solidarität. Dessen Wahl sei eine „wichtige staatsbürgerliche Angelegenheit“, betont die HOSI Linz. Umso bedeutender sei sie für Wähler, deren Anteil an der Bevölkerung und damit ihr politisches Gewicht in der Gesellschaft gering sei.

„Bei dieser Wahl jetzt können Lesben und Schwule auf viele Verbündete im Namen der Menschlichkeit zählen, und die Chancen auf einen Wahlerfolg sind damit hoch“, so Thuma im Namen der HOSI Linz. Und er macht die Position der LGBT-Initative klar: „Wir wissen schon, wie unsere Entscheidung aussehen soll: Alexander Van der Bellen.“