Home Medien Kino Nackte Haut und starke Gefühle im „Tom of Finland“-Film

[Video] Nackte Haut und starke Gefühle im „Tom of Finland“-Film

Das erwartet die Fans, wenn der Film über den Kult-Zeichner im Februar in die Kinos kommt

Nur wenige Künstler haben die schwule Welt so stark geprägt wie Tom of Finland mit seinen Lederkerlen. In seiner Heimat hat der 1920 als Touko Laaksonen geborene Zeichner auch außerhalb der Community jede Menge Fans – so hat die finnische Post Sondermarken mit seinen Zeichnungen auf den Markt gebracht. Jetzt wurde das Leben des Pioniers verfilmt. Ein erster Trailer verspricht einen vielversprechenden Film.

„Alles, was er tat, war illegal und gefährlich“

Für Regisseur Dome Karukoski ist Tom of Finland eine Art schwuler James Bond: „Alles, was Touko tat, war zu seiner Zeit illegal und sehr gefährlich. Was dieser Mann gewagt hat, ist unglaublich, und seine Geschichte ist eine Geschichte über den Mut und die Freiheit, so zu leben wie wir sind. Der Film wird den Menschen helfen, zu verstehen, woher Toms Bilder kommen, aus welcher Tiefe“, erklärte er letzten Februar bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Tom of Finland. Er spielt in Deutschland, den USA und natürlich Finnland, wo Laaksonen als hochdekorierter, aber traumatisierter Soldat aus dem Zweiten Weltkrieg wieder zurückkehrt. Doch vor der zunehmenden Homophobie und Schwulenverfolgung im Finnland der 1940er und 1950er-Jahre flüchtet er sich immer stärker in seine Kunst.

Doch seine Zeichnungen kann er in seiner Heimat nicht veröffentlichen. „Es wäre leichter das im Vatikan herauszubringen”, sagt er in dem Film. Freunde in Deutschland und vor allem den USA unterstützen ihn, und helfen ihm, aus Tom of Finland den wahrscheinlich berühmtesten Künstler der Fetisch-Community zu machen. Ob Freddy Mercury oder die Village People – sie alle wurden von den Bildern von Tom of Finland nachhaltig inspiriert.

Eine ehrliche Geschichte über eine Ikone der Gegenwart

Nun wurde ein erster längerer Trailer für den Film veröffentlicht – wenn auch nur auf Finnisch. Und die zweiminütige Zusammenfassung macht Appetit auf einen Film, der einfühlsam die Geschichte eines Mannes erzählt, der ganze Generationen schwuler Männer geprägt hat. Laaksonen starb 1991 in seiner Heimat.

Die Titelrolle spielt der finnische Schauspieler Pekka Strang. Nach Kake, der perfekt-männlichen Fantasiefigur von Tom of Finland, wurde in einem weltweiten Casting gesucht. Die Rolle bekam schließlich der schwedische Eiskunstläufer Niklas Hogner. Der biografische Spielfilm „Tom of Finland“ soll am 24. Februar 2017 zunächst in die finnischen Kinos kommen. Ob er auch in Österreich starten wird, ist noch nicht klar.

Die mobile Version verlassen