Bayern: Leichen des vermissten lesbischen Paares gefunden

31-jähriger Nachbar ist als mutmaßlicher Täter in Haft

Beate N. und Elke W.
Polizei Bayern

Aus verzweifeltem Hoffen wurde nun traurige Gewissheit: Jenes lesbische Paar aus Bayern, das seit drei Wochen vermisst wurde, ist tot. Die beiden Frauen wurden ermordet. Ihre Leichen wurden in der Nähe ihres Wohnortes verscharrt. Das hat die Polizei am Donnerstag Nachmittag bestätigt.

Im Rahmen der Ermittlungen suchten Polizisten am Mittwoch ein Gebiet nahe des Flüsschens Schmutter in der Nähe des Wohnortes des Paares ab. Dabei fiel ihnen eine verdächtige Stelle auf. Bei der genaueren Überprüfung fanden die Polizisten am späten Nachmittag dann zwei Leichen, die dort vergraben waren. Heute gab es die Bestätigung: Bei den Leichen handelte es sich um die 49-jährige Elke W. und ihre ein Jahr ältere Partnerin Beate N.

Mutmaßlicher Täter schweigt

In dem Fluss fanden die Polizisten einen Spaten jenes Typs, den der dringend tatverdächtige Waldemar N. kurz zuvor in einem Baumarkt gekauft hatte. Der 31-Jährige wurde bereits Ende letzter Woche wegen des Verdachts des Doppelmordes an dem lesbischen Paar festgenommen. Er selbst schweigt zu den Anschuldigungen. Gegenüber der Münchner „Abendzeitung“ betonte der Anwalt des Verdächtigen: „Der Fund der beiden Leichen beweist noch nicht, dass mein Mandant der Täter war.“

Waldemar N. war ein Nachbar der beiden Frauen. Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge sollen nach dem Tod des Paares mit der Bankomatkarte einer der Frauen Geld abgehoben haben. Sie gehen davon aus, dass der Doppelmord aus Habgier verübt wurde.