Britische Polizistin verführte Vergewaltigungsopfer

Die beiden Frauen hatten Sex auf der Toilette eines McDonald's-Restaurants

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In England wurde eine Polizistin jetzt zu 22 Monaten Haft verurteilt, weil sie ein Vergewaltigungsopfer verführt hatte, das sie eigentlich schützen sollte. Anschließend drohte sie, sich umzubringen, falls die Affäre öffentlich werden sollte.

Polizistin kümmerte sich sehr intensiv um die ihr anvertraute Frau

Die 33-jährige Charlotte P. von der Metropolitan Police sollte dem Opfer eigentlich nach der Gewalttat als Ansprechperson der Polizei zur Verfügung stehen. Doch ihre Aufgabe interpretierte die Polizistin etwas eigenwillig: Noch im Frauenhaus begann sie, das Opfer zu küssen.

Daraus entwickelte sich eine Affäre: Die beiden Frauen hatten innerhalb eines Monats vier Mal einvernehmlichen Sex. Davon einmal in der Toilette einer McDonald’s-Filiale – während die Polizistin im Dienst war.

Opfer verliebte sich in die Polizistin – doch die hatte schon eine Freundin

Das Opfer, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, gab zu, sich in die Beamtin verliebt zu haben. Doch schon bald merkte sie, dass dieses Gefühl offenbar einseitig war. Denn die 33-jährige Beamtin hatte bereits eine Freundin.

Daraufhin erzählte die enttäuschte Frau ihren Betreuerinnen im Frauenhaus von der unglücklichen Affäre. Das sorgte für einige Unruhe. Die Polizistin forderte ihr ehemaliges Gspusi daraufhin auf, alle SMS zu löschen, die einen Hinweis auf ihre gemeinsame Beziehung liefern könnten. Würde sie das nicht machen, drohte Charlotte P., sich umzubringen.

Schwere Vorwürfe von Staatsanwaltschaft und Vorgesetzten

Vor dem Gericht von Southwark gab sie Fehlverhalten im öffentlichen Amt zu. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, in einer „vertrauensvollen Position“ gegenüber der anderen Frau gewesen zu sein und aufgrund ihrer Ausbildung die Zeichen ihrer Verletzlichkeit gekannt zu haben. Das Gericht verurteilte sie schließlich zu 22 Monaten Haft.

Richard Martin, Deputy Assistant Commissioner der Metropolitan Police, erklärte, dass die 33-jährige „ihre Position ganz klar missbraucht hat, indem sie eine Beziehung mit jener Person eingegangen ist, der sie helfen sollte, als sie am verwundbarsten war“.