Bayern: Wurde 52-jähriger nach schwulem Date getötet?

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, so die Polizei.

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Es war im September 2016, als Polizei und Feuerwehr im niederbayerischen Landkreis Deggendorf ein ausgebranntes Auto in einem abgelegenen Waldstück fand. Am Steuer war die total verkohlte Leiche eines 52-Jährigen. Die Umstände seines Todes waren lange unklar. Nun vermutet die Polizei, dass ein schwules Date dem Mann das Leben gekostet haben könnte.

Ein Hubschrauber hatte in den abgelegenen Auwäldern beim Grieshaus in Moos eine Rauchsäule entdeckt. Polizei und Feuerwehr rückten aus, um nach der Ursache des Rauchs zu sehen – doch es war zu spät. Sie fanden nur noch die Reste eines Wagens und einer Leiche. Diese konnte später identifiziert werden: Es handelte sich um einen 52-Jährigen aus dem benachbarten Landkreis Passau.

Polizei will keine Todesursache ausschließen

Über die Hintergründe des Brandes herrschte lange Unklarheit. Anzeichen für Gewalteinwirkung lagen zunächst nicht vor. Doch die Behörden wollten weder einen Selbstmord noch ein Gewaltverbrechen ausschließen. Nun gibt es neue Erkenntnisse. „Der Mann verkehrte offensichtlich privat auf Dating-Seiten für Homosexuelle, war auch ab und an Gast in einschlägigen Lokalen und traf sich mit verschiedenen Personen regelmäßig zu Dates, darunter auch einige Deggendorfer“, schreibt die „Deggendorfer Zeitung“ (DZ).

Ob dem 52-Jährigen ein Date zum Verhängnis wurde, möchte die Polizei noch nicht bestätigen. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, es wird nach wie vor in alle Richtungen ermittelt“, heißt es aus dem Polizeipräsidium Niederbayern. Nach Informationen der DZ würden derzeit Befragungen durchgeführt. Die Tatzeit soll bereits auf den 27. September, zwischen 8.00 und 11.00 Uhr, eingegrenzt worden sein.