Haben Ivanka Trump und ihr Mann LGBT-Rechte vorerst gerettet?

Das Paar soll sich persönlich gegen ein Dekret zur "Religionsfreiheit" ausgesprochen haben

Ivanka Trump und Jared Kushner
Ivanka Trump/Instagram

Es war letzte Woche eines der wichtigsten Themen in der US-Hauptstadt Washington: Hebt Präsident Donald Trump ein Dekret seines Vorgängers auf, das sexuelle Minderheiten vor Diskriminierung am Arbeitsplatz schützt? Wie jetzt deutlich wird, wurde diese Unterschrift buchstäblich in letzter Minute verhindert – und zwar von Donald Trumps Tochter Ivanka und dessen Ehemann Jared Kushner persönlich.

Entwurf für „Dekret zum Respekt der Religionsfreiheit“ war schon fast fertig

Das hat eine Quelle dem gewöhnlich gut informierten Polit-Blog „Politico“ berichtet. Demnach wurde das Dokument, das unter dem Titel „Einführung einer regierungsweiten Initiative zum Respekt der Religionsfreiheit“ in Washington kursierte, unter anderem von Vizepräsident Mike Pence und Chefberater Stephen Bannon mit Nachdruck forciert.

Allerdings: „Es gibt einige in Trumps Familie, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben. Und dort wird die Entscheidung letztendlich getroffen“, sagte die Quelle zu „Politico“. Und nachdem der Entwurf in die Öffentlichkeit gelangt war, bemühte sich das Weiße Haus, seine Position zugunsten von sexuellen Minderheiten deutlich zu machen.

Nun betonen Weißes Haus und Republikaner die LGBT-Freundlichkeit von Präsident Trump

Präsident Trump wolle „die Rechte aller Amerikaner schützen, inklusive der LGBTQ-Community“, hieß es in einer Stellungnahme: „Der 2014 unterzeichnete Erlass, der Dienstnehmer vor LGBTQ-feindlicher Diskriminierung am Arbeitsplatz schützt, wenn sie für Vertragsnehmer des Bundes arbeiten, bleibt auf Anweisung von Präsident Donald J. Trump in Kraft“, hieß es in einer Stellungnahme.

Und auch die Log Cabin Republicans, die größte Vereinigung von LGBT-Republikanern, betont immer wieder, dass Trump sexuellen Minderheiten gegenüber tolerant sei: „Donald Trump ist der erste Republikanische Präsident, der die LGBT-Community bewusst erwähnt. Er war auf einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit, hat Elton Johns Hochzeit gelobt, und hat schwule Mitglieder in seinem Club in Mar-a-Lago willkommen geheißen, als vielen Minderheiten die Mitgliedschaft zu anderen prestigeträchtigen Clubs in Florida verwehrt wurde, und seine Stiftung hat für LGBT und HIV/Aids-Projekte gespendet“, erklärt Gregory Angelo, Präsident der Log Cabin Republicans.