Song Contest: Verzögerungen beim Ticket-Verkauf

Drei Monate vor dem Bewerb muss der Verkauf neu ausgeschrieben werden

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NTU

Und wieder gibt es Verzögerungen beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Kiew: Diesmal betrifft es den Ticketverkauf – er wurde in letzter Minute von der ukrainischen Anti-Monopol-Behörde gestoppt: Der Auswahlprozess für den Verkäufer sei überhastet und unfair passiert, heißt es. Wann die Tickets für die Veranstaltung, die in zwölf Wochen stattfindet, erhältlich sein werden, ist komplett unklar.

Die Behörde hat den bereits unterschriebenen Vertrag für ungültig erklärt, nun muss der Ticketverkauf erneut ausgeschrieben werden. Dieser wird sich nun weiter nach hinten verschieben. „Wir sind enttäuscht über die Verschiebung des Beginns des Ticketverkaufs für den Eurovision Song Contest 2017, aber wir arbeiten eng mit dem Host Broadcaster zusammen, um diese Situation zu lösen“, erklärte ESC-Executive Supervisor Jan Ola Sand.

Ab wann es wirklich Tickets für den Song Contest gibt, ist völlig unklar

„Die EBU erkennt an, dass jede Ausschreibung transparent und fair geschehen muss und hofft, dass die Tickets zum frühestmöglichen Termin in den Verkauf gehen können“, so Sand weiter. Die Semifinale des Eurovision Song Contest finden am 9. und 11. Mai statt, das Finale am Samstag, dem 13. Mai. Für viele ESC-Fans ist diese Verschiebung der blanke Horror: Sie haben bereits ihre Flüge und Hotelzimmer gebucht – doch ob sie auch eine Karte für ihre gewünschte Veranstaltung bekommen, wissen sie immer noch nicht.

Auch andere Verträge, die im Zusammenhang mit dem Eurovision Song Contest geschlossen wurden, werden nun von der Anti-Monopol-Behörde überprüft. Es ist nicht die erste Verzögerung, mit der die Organisatoren des ESC in Kiew zu kämpfen haben. Um die explodierenden Kosten abzudecken, hat das Parlament im Dezember eine zusätzliche Finanzspritze beschlossen. Zuvor gab es bereits Verzögerungen in Sicherheitsfragen, der Vorbereitung des Veranstaltungsortes, dem Bühnendesign und Transportfragen.