Dieses Jahr kein schwuler Maibaum im Münchner Glockenbachviertel?

Warum die traditionelle Veranstaltung dieses Jahr noch nicht genehmigt werden konnte

München
Nagy/Presseamt München

Seit 2008 wird im Münchner Glockenbachviertel ein schwuler Maibaum aufgestellt. Doch in diesem Jahr, 2017, könnte diese Tradition in Gefahr sein. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat ein Unbekannter am 1. Mai ein Fest am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz beantragt – was die traditionelle Feier blockieren würde.

„Die Stadt will mir den Namen nicht verraten, aber ich habe einen Verdacht“, sagt Peter Baumgartner, der Veranstalter des schwulen Maibaumfests. Doch er will den Platz nicht kampflos übergeben. „Ich kämpfe um das Rosa Stangerl, dieses Maifest darf nicht ­sterben“, macht er seine Position deutlich.

Veranstalter kämpft für das „Rosa Stangerl“

Denn das Aufstellen dieses „Rosa Stangerls“, wie der Maibaum in München liebevoll genannt wird, sei „das schönste Straßenfest im Viertel, Hunderte feierten hier, auch viele Familien. Diese Bewerbung ist ein Affront!“, so Baumgartner zu Bild.

Der schwule Maibaum im Glockenbachviertel ist eines der bekanntesten Zeichen dafür, das sich Tradition und sexuelle Selbstbestimmung ergänzen können. Das gefällt nicht jedem: In den letzten Jahren wurde der Maibaum immer wieder von Unbekannten besprüht oder beschädigt. Doch die Betreiber lassen sich nicht unterkriegen und wollen diese Tradition auch in den nächsten Jahren aufrecht erhalten.