Wegen Kuss: McDonald’s schmeisst junges Lesben-Paar raus

Ein kleines Bussi auf die Wange empörte die Putzfrau

McDonald's
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In England sind eine junge Britin und ihre Freundin aus einer McDonalds-Filiale geworfen worden, weil sie sich geküsst haben. Über das Paar beschwert hatte sich eine Putzfrau des Schnellrestaurants, der Manager hat ihr recht gegeben.

Eigentlich waren die 16-jährige Kristeen Ferenczi und ihre ein Jahr Freundin oft bei McDonald’s in Bolton, einer Stadt in der Nähe von Manchester. Doch die Lust auf Burger und Cola ist den beiden jungen Frauen gründlich vergangen. Und das liegt an der Putzfrau des Lokals.

Putzfrau will, dass die jungen Frauen gehen – und der Manager gibt ihr recht

Diese schlich nämlich um das Paar, das mit Ferenczis Cousin in dem Fast-Food-Restaurant zu Mittag aß. „Als ich meine Freundin auf die Wange küsste, kam sie rüber und schimpfte, dass so ein Verhalten nicht angebracht wäre und deutete an, dass wir gehen sollten“, erinnert sich die 16-Jährige gegenüber den „Manchester Evening News“.

Die Beschimpfung wollte Ferenczi nicht auf sich sitzen lassen. Sie fragte die Putzfrau, ob sie homophob war und rief den Manager, um sich zu beschweren. „Schließlich sieht man bei McDonald‘s weitaus Schlimmeres, und an so einem Kuss auf die Wange kann sich nun wirklich keiner stören“, dachte sich die Britin.

Doch der Manager der McDonald’s-Filiale fiel der 16-Jährigen und ihrer Freundin in den Rücken. Er sagte dem Paar, man werde mit der Putzfrau reden, wenn sie das Paar künftig nicht in Ruhe lassen würde. Es gab keine Ermahnung der Putzfrau, keine Entschuldigung an die Kunden, die beleidigt wurden. „Wir sind immer mal wieder beleidigt worden, aber dass uns jemand rauswerfen wollte, ist noch nie passiert“, ist Kristeen Ferenczi noch immer perplex.

McDonald’s ist der Vorfall unangenehm: „Wir tolerieren keine Diskriminierung“

Und dass die Putzfrau mit diesem Verhalten durchgekommen ist, kann die junge Britin noch immer nicht fassen: „Wir haben uns schrecklich gefühlt, aber weil wir nicht wussten, was wir tun können, sind wir dann eben gegangen“, sagte sie den „Manchester Evening News“.

Der Zentrale von McDonald’s in Großbritannien ist der Vorfall sichtlich unangenehm. „Es tut uns sehr leid, dass die beiden so etwas erleben mussten“, so eine Sprecherin der Schnellrestaurants einige Tage nach dem Rauswurf des lesbischen Paares. Man nehme die Beschwerde ernst und untersucht den Vorfall: „Wir möchten betonen, dass McDonald‘s diese Art von Diskriminierung in keinster Weise toleriert“, so die Sprecherin weiter.