[Video] ORF fördert schwules Jugend-Drama „Nevrland“

Der Film soll bis zur EuroPride 2019 fertig werden

Nevrland
Nevrland

Heute hat der Österreichische Rundfunk (ORF) bekannt gegeben, welche Filmprojekte er und das Österreichische Filminstitut im Rahmen des Film/Fernsehabkommens fördern wird. Eines der 19 Projekte ist das schwule Coming-of-Age-Drama „Nevrland“ von Gregor Schmidinger.

Ein Sex-Chat holt den 17-jährigen Jakob aus seiner virtuellen Welt

In der deutsch-niederländischen Koproduktion geht es um den 17-jährigen Jakob, der an Angstattacken leidet und sich in eine virtuelle Welt flüchtet. Bei einem Sex-Chat mit der Webcam gerät er an den 26-jährigen Kristjan. Die beiden jungen Männer beginnen eine Online-Beziehung. Doch erst nach dem Tod von Jakobs Großvater, seiner wichtigsten Bezugsperson, wagt er den Schritt, seinen Freund auch persönlich zu treffen. Und ihre erste gemeinsame Nacht öffnet Wunden, und Jakob muss sich seiner größten Angst stellen.

Mit der Förderzusage kann das Team um Schmidinger nun mit den Arbeiten an „Nevrland“ weitermachen. „Ich habe mich riesig über die Förderzusage vom Österreichischen Filminstitut und dem ORF gefreut, zumal Nevrland ein für Österreich eher untypisches Projekt ist. Es bestätigt mich daher in meiner künstlerischen Arbeit“, so der Filmemacher gegenüber GGG.at.

Star-Schauspieler Josef Hader spielt eine wichtige Rolle in „Nevrland“

Dieses Jahr wird in Österreich noch der Hauptdarsteller gesucht. Für die Rolle von Jakobs Vater konnte der bekannte Kabarettist und Schauspieler Josef Hader gefunden werden. In etwa einem Jahr soll Drehbeginn sein, die Premiere ist nach derzeitigem Stand für 2019 geplant. Sie könnte passenderweise in die Veranstaltungen zur Europride in Wien fallen.

„Nevrland“ ist der erste Spielfilm von Gregor Schmidinger. Zuletzt hat er 2012 mit seinem Kurzfilm „Homophobia“ für Aufmerksamkeit gesorgt. In dem Drama geht es um einen Bundesheer-Grundwehrdiener beim Grenzeinsatz, der Gefühle für seinen Kameraden entwickelt. Der 23 Minuten dauernde Streifen hat bei mehreren Festivals für große Zustimmung gesorgt.

Wer die neuesten Entwicklungen rund um „Nevrland“ nicht verpassen will, hat die Möglichkeit, Schmidinger und seinem Team auf Facebook und Instagram zu folgen.