George Michaels Familie schmeißt seinen letzten Freund aus dem Haus

Fadi Fawaz behauptet, der Sänger hätte gewollt, dass er weiter in dem Haus lebt - aber kann es nicht beweisen

George Michael
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Noch lebt Fadi Fawaz, der letzte Partner des verstorbenen Sängers George Michael, in dessen Haus im Londoner Stadtteil Regent Park. Doch das könnte sich sehr schnell ändern: Wie britische Zeitungen berichten, fordern ihn Michaels Verwandte auf, das Haus zu verlassen, damit sie diese schnell verkaufen können.

Für das Wonrecht gab es nur eine mündliche Vereinbarung

„Fadi tut das so weh, weil er das Haus in Regent Park liebt und es so viele Erinnerungen an die Zeit gibt, die er mit George hier verbracht hat“, erzählt ein Vertrauter der britischen Boulevardzeitung „Sun on Sunday“. „Aber auch, wenn ihn diese Nachricht fertig macht, will er daraus mit Georges Familie kein großes Thema machen, wenn es das ist, was sie machen wollen.“

Fawaz sagte, dass sein verstorbener Freund wollte, dass er in dem auf zehn Millionen Pfund geschätzten Haus bleibe. Es hätte auch eine mündliche Vereinbarung gegeben – doch im Testament wird der 43-jährige Promi-Friseur nicht erwähnt. Stattdessen erbt Michaels Schwester Melanie Panayiotou das Haus.

Rechtlich ist die Sache etwas kompliziert: Nachdem Fadi Fawaz mit George Michael in dem Haus gelebt hat, könnte er ein Wohnrecht einklagen. Wie das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ berichtet, wird der Streit zwischen dem letzten Freund und der Schwester des verstorbenen Sängers vor Gericht ausgetragen werden. Im Zuge des Prozesses würde das gesamte Testament öffentlich werden. Spätestens dann könnte in der Öffentlichkeit reichlich Schmutzwäsche gewaschen werden.

Will die Familie auch das Haus verkaufen, in dem George Michael starb?

Angeblich wollen die Verwandten von George Michael auch das Anwesen in Goring verkaufen, in dem der Sänger am Christtag starb. Das Haus stehe für „zu viele traurige Momente“, will die Zeitung erfahren haben: „Es ist ganz klar der Platz, an dem er tot aufgefunden wurde, und deshalb möchte keiner darin wohnen.“

Das Verhältnis zwischen Fadi Fawaz und der Familie von George Michael war auch in der Vergangenheit nicht gerade problemfrei: So behauptet Andros Georgiou, Cousin des Sängers, dass die Familie den Promi-Friseur gehasst habe und „er nicht wirklich sein Freund“ gewesen sei. Stattdessen soll er 10.000 Pfund monatlich bekommen haben, um die Beziehung von Michael zu spielen.

So gab es auch Gerüchte, dass Fawaz nicht zum Begräbnis des Sängers eingeladen war. Das stimmte zwar nicht, auch wenn er angeblich erst in letzter Minute von der Beisetzung erfahren hatte. Allerdings durfte der 43-Jährige dann nicht an der Trauerfeier für seinen verstorbenen Partner teilnehmen.