22-Jähriger in Berlin dreimal in einer Stunde schwulenfeindlich beleidigt

Zum Schluss wurde er auch noch ins Gesicht geschlagen - der junge Mann hat Anzeige erstattet

Polizei
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Gleich drei Mal innerhalb einer Stunde soll ein 22-jähriger Mann am Montag in der Früh in Berlin-Neukölln von verschiedenen Personen schwulenfeindlich beleidigt worden sein. Bei der letzten Beleidigung wurden die Angreifer auch gewalttätig.

Das Martyrium des jungen Mannes begann gegen sechs Uhr früh an der Ecke Ilse-/Schierker Straße unweit der U- und S-Bahn-Station Hermannstraße: Der Polizeimeldung zufolge wurde er von zwei entgegenkommenden Männern mehrfach und lautstark beleidigt.

Doch damit war der Spießrutenlauf noch nicht zu Ende: Einige hundert Meter weiter wurde er an der Kreuzung Fuldastraße/Sonnenallee von zwei weiteren Unbekannten erneut homophob beleidigt.

Nach zwei Beleidigungen wurde er von acht Personen umringt, beleidigt und geschlagen

An der nächsten Straßenecke erlebte der junge Mann dann den traurigen Höhepunkt seiner Odysee: An der Ecke Weser-/Fuldastraße wurde er gegen 6.50 Uhr von acht Personen umringt, wieder beleidigt und dann ins Gesicht geschlagen. Der 22-Jährige konnte den Angreifern entkommen. Diese flüchteten in verschiedene Richtungen.

Der 22-Jährige erstattete am Dienstag Anzeige wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung. Der Polizeiliche Staatsschutz am Landeskriminalamt (LKA) Berlin hat wie bei allen Hassverbrechen die Ermittlungen übernommen.