Starb Eisbärin an gebrochenem Herzen, weil ihre Freundin weggebracht wurde?

Szenja hat fast ihr gesamtes Leben in SeaWorld San Diego mit Snowflake verbracht

Symbolbild: Eisbär
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Im „SeaWorld“-Tierpark in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien ist eine Eisbärendame nun an gebrochenem Herzen gestorben – nachdem ihre Partnerin für 20 Jahre in einen anderen Zoo gebracht wurde. Diesen Vorwurf erhebt die US-Tierschutzorganisation Peta.

Snowflake wurde mehr als 4000 Kilometer weit weg gebracht

Szenja war 21 Jahre alt, und fast ihr gesamtes Leben verbrachte sie gemeinsam mit Eisbärin Snowflake. Diese wurde nun in den Zoo von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania, mehr als 4000 Kilometer entfernt von San Diego, gebracht. Damit war sie der einzige verbliebene Eisbär in der SeaWorld von San Diego.

Nachdem Szenja von ihrer Freundin getrennt wurde, verlor sie den Appetit und wurde kraftlos, berichtet die „San Diego Union-Tribune“. Über Wochen vegetierte die einsame Eisbärin vor sich hin, bis sie schließlich der Lebensmut verließ und sie starb.

„Szenja hat aufgegeben“, sagt die Tierschutzorganisation Peta

Nach dem Tod von Szenja erhebt die Tierschutzorganisation Peta, die sich für die gesamte Schließung der SeaWorld San Diego einsetzt, schwere Vorwürfe gegen den Tierpark. Sie habe „das getan, was jeder machen würde, wenn man alle Hoffnung verliert: Sie hat aufgegeben“, schreibt Peta in einem Blog.

Der Tod der Eisbärin sollte ein „Weckruf für SeaWorld“ sein: „Hört auf, Tiere zu züchten und herumzukarren, schließt die Tierausstellung und schickt die Tiere auf einem Gnadenhof in Rente“, so die Tierparkgegner.

Tierpark kommentiert die Vorwürfe der Tierschützer nicht

SeaWorld San Diego hat auf die Vorwürfe noch nicht reagiert. In einer allgemein gehaltenen Stellungnahme bedauerte Vizepräsident Al Garver den Tod der Eisbärin. Szenja habe „nicht nur die Herzen jener bewegt, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten um sie gekümmert haben, sondern auch der Millionen Gäste, die die Chance hatten, sie persönlich zu sehen.“

Der Tierpark betont, dass Snowflake im Rahmen eines nationalen Zuchtprogrammes nach Pittsburgh gebracht wurde. Damit soll die Zahl der Eisbären wieder gesteigert werden, derzeit gibt es noch zwischen 22.000 und 31.000 Exemplaren auf der Erde.