Dänemark gegen Deutschland: Länderspiel in Regenbogenfarben

Der Fußballverband nutzte das Freundschaftsspiel für ein deutliches Zeichen gegen Homophobie

Fußball
Symbolbild - Fotolia

Ein beeindruckendes Zeichen gegen Homophobie setzte der Dänische Fußballverband DBU gestern beim Freundschaftsspiel gegen Deutschland in Kopenhagen. So trugen die beiden Kapitäne der Mannschaft, Christian Eriksen und Julian Draxler, Regenbogen-Armbinden.

Kapitänsbinden, Eckflaggen und Bandenwerbung gegen Homophobie

Auch die Eckfahnen waren bei diesem Freundschaftsspiel bunter als sonst: Der dänische Verband tauschte sie durch Regenbogenflaggen aus, auf den Werbebanden liefen Spots der Aktion. „Gegner auf dem Feld – aber gemeinsam gegen Homophobie”, schreibt der Verband unter dem Hashtag #FodboldForAlle (Fußball für alle) auf Twitter – und zeigt Eriksen und Draxler bei ihrem Aufmarsch aufs Feld. Einige dänische Nationalspieler hatten schon vorab kurze Statements gegen Homophobie im Fußball aufgenommen, auch diese wurden über Twitter verbreitet.

Gemeinsame Aktion mit Amnesty International

Die Aktion hat der DBU gemeinsam mit Amnesty International ins Leben entwickelt. Die Organisation verteilte auch im Publikum wurden Regenbogen-Aufkleber mit dem Text „Liebe ist ein Menschenrecht“. „Fußball sollte jeden vereinen, ganz egal, welchen Geschmack er hat”, erklärten unter anderem Mittelfeldspielerin Sanne Troelsgaard und Nationalspieler Riza Durmisi in einer gemeinsamen Erklärung.

Vorbereitungsspiel für den Confed-Cup in Russland

Das Spiel endete unentschieden mit einem 1:1. Ein Fallrückzieher von Joshua Kimmich in der 88. Minute verhinderte die drohende erste Saisonniederlage der Deutschen. Bereits in der 18. Minute waren die Dänen durch ein Tor von Kapitän Christian Eriksen in Führung gegangen.

Für die deutsche Nationalmannschaft war das Freundschaftsspiel eine wichtige Partie zur Vorbereitung auf den Confed Cup, der ab Mitte Juni  in Russland stattfindet – als Generalprobe zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Dort dürften dann Regenbogenfahnen eher selten zu sehen sein.