Berlin: Junger Mann in Frauenkleidern in U-Bahn-Station bespuckt

U-Bahnhof Mehringdamm
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In Berlin hat die Polizei erneut eine LGBT-feindliche Straftat gemeldet: Am Samstag ist ein 20-Jähriger von einem 18-Jährigen beleidigt und bespuckt worden, weil er Frauenkleider getragen hat. Für den mutmaßlichen Täter könnte das nun auch aus einem anderen Grund unangenehme Konsequenzen haben.

Die U-Bahn-Station Mehringdamm ist am Wochenende eine Drehscheibe für das Partyvolk

Der Vorfall ereignete sich am Samstag bei der U-Bahn-Station Mehringdamm. Diese ist besonders am Wochenende beim Partyvolk eine der am häufigsten frequentierten Umsteigestationen. In Berlin fahren die U-Bahnen am Wochenende auch nachts. In der Nähe der Station gibt es auch einige LGBT-Adressen.

Gegenüber der Polizei gab der 20-Jährige, der von der Polizei als Mann bezeichnet wird, an, aus einer Gruppe heraus von einem 18 Jahre alten Burschen beleidigt und bespuckt worden zu sein – weil er Frauenkleider trug. Wie genau das Opfer beleidigt wurde, gab Pressestelle der Polizei nicht bekannt. Die Beamten vor Ort stellten daraufhin die Personalien des 18-Jährigen fest.

Während die Polizei die Personalien des Tatverdächtigen aufnahm, ließ dieser ein Tütchen mit Drogen fallen

Währenddessen ließ der junge Mann ein Tütchen mit Drogen fallen – doch das gelang ihm offenbar nicht so unauffällig wie gedacht. Die Beamten bemerkten es und stellten die Drogen sicher. Um welche Substanzen es sich handelt, hat die Polizei nicht bekanntgegeben. Nun hat der Tatverdächtige auch ein Verfahren wegen Drogenbesitzes am Hals.

Die Berliner Polizei gehört zu den wenigen Behörden in Deutschland, die in den Pressemitteilungen erwähnt, wenn das Verbrechen gegen sexuelle Minderheiten gerichtet ist. Das betrifft auch Beleidigungen. In den letzten Monaten hat die Zahl der gemeldeten Übergriffe gegen Lesben, Schwule oder Transgender in Berlin deutlich zugenommen.